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PCI

Perkutane Koronarinterventionen (PCI) inklusive Interventionen an Bypassgefäßen, chronischen Gefäßverschlüssen (CTO) und Hauptstammstenosen

Percutane Koronarinterventionen (PCI):

Werden während einer diagnostischen Linksherzkatheteruntersuchung Koronarverengungen nachgewiesen, können diese sofort behandelt werden. Hierbei wird häufig das betroffene Herzkranzgefäß mittels Ballondilatation geweitet und durch Implantation von Stents (kleine Metallröhrchen) stabilisiert.

In vielen Fällen kann aber auch eine Bypassoperation indiziert sein. In einer täglichen Konferenz werden daher alle Untersuchungen im „Heart Team“ zusammen mit den Kollegen aus er Herz- und Gefäßchirurgie diskutiert und gemeinsam die für den Patienten beste Entscheidung getroffen.

Intervention bei chronischen Koronarverschlüssen:

Durch die Herzkatheteruntersuchung können neben den akut verschlossenen Koronargefäßen auch langjährig verschlossene Herzkranzgefäße (Chronic Total Diagnostik (EKG, Echokardiographie, Myokardszintigraphie, Kardio – MRT etc.) zur Beurteilung der Vitalität des von dem verschlossenen Gefäß versorgten Herzmuskelareals. Eine Rekanalisation bei nachgewiesener Vitalität führt häufig zu einer klinischen Besserung der Patienten. Um eine Wiederverengung vorzubeugen, können während der gleichen Untersuchung medikamentenfreisetzende Stents (Drug Eluting Stents) implantiert werden.

Interventionen bei Hauptstammstenosen:

Von einer Hauptstammstenose spricht man, wenn der Beginn der linken Kranzarterie eine über 50%ige Verengung aufweist. Dies findet sich bei bis zu 10 % aller Patienten, die eine behandlungsbedürftige koronare Herzerkrankung haben. Viele Studien haben gezeigt, dass es hier eine klare Indikation für eine Behandlung gibt. Bisher wurden die Patienten mittels aortocoronare Bypass-Chirurgie versorgt, allerdings besteht durch neuere interventionelle Techniken sowie Einführung Medikamenten-beschichteter Stents die Möglichkeit, diese Patienten mittels Herzkatheter und Stentimplantation deutlich schonender zu behandeln, ohne dass eine Operation am offenen Brustkorb durchgeführt werden muss.

Intervention an aortocoronaren Bypässen:

Ein Drittel der aortokoronaren Venenbypässe ist ungefähr 10 Jahren nach dem primären operativen Eingriff verschlossen, ein weiteres Drittel weisen bereits therapiebedürftige Verengungen auf. Die kathetervermittelte Therapie degenerierter aortokoronarer Venenbypässe war bisher oft mit einer periinterventionellen Embolisation von Thromben, Plaquepartikeln und atherosklerotischem Debris verbunden. In unserem Katheterlabor arbeiten wir erfolgreich mittels Embolie-Protektionssystemen, so dass diese Komplikationsrate auf ein Minimum reduziert werden konnte.