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Intravaskuläre Bildgebung

Intravaskulärer Ultraschall (IVUS)

Der intravaskuläre Ultraschall (IVUS) ist eine invasive, bildgebende Untersuchungsmethode. Durch den Einsatz des IVUS wird die intravasale Bildgebung möglich. Verengungen von Koronararterien (Koronarstenosen), die angiographisch schwer zu interpretieren sind, können durch den IVUS präziser dargestellt werden.

Gefäß vor Implantation

 

Besonders die Einschätzung der Stenoselänge und der Wanddimensionen erlaubt dem Untersucher eine möglichst optimale Ballon- bzw. Stentauswahl, was in mehreren Studien zu einer deutlichen Verbesserung der Langzeitergebnissen führte.
An der Spitze des IVUS-Katheters ist eine „kleine“ Ultraschalleinheit angebracht, die Schallwellen im Hochfrequenzbereich (20-50 MHz.) aussendet und hierdurch ein Abbild der Gefäßwand erzeugt.

 

Gefäß nach Implantation

 

Der IVUS wurde in der interventionellen Kardiologie besonders bei der Planung und Durchführung komplexer Interventionen, als auch in der Verlaufskontrolle nach Stentimplantation als geeignete Methode etabliert.
Der intravaskuläre Ultraschall wird in der Medizinischen Klinik I am Universitätsklinikum Giessen routinemäßig eingesetzt, um im Besonderen komplexe Bifurkationsstenosen, Stenosen des Hauptstamms, oder Stenosen an mehreren Koronararterien zu beurteilen. Dies erlaubt eine für jeden Patienten optimal zugeschnittene Therapie.

 

Optische Kohärenztomographie (OCT)


Die optische Kohärenztomographie (OCT) ist ein weiteres invasives bildgebendes Verfahren in der Diagnostik der koronaren Herzerkrankung. Auf Infrarotlicht basierend, ist eine hohe Auflösung biologischer Gewebestrukturen und hierdurch eine optimale und suffiziente Bildgebung der koronaren Gefäßwand möglich.

Durch die OCT können Koronarplaque mit höherer Sensivität und Spezifität erkannt und deren Beschaffenheit interpretiert werden. Durch die hohe Auflösung der OCT können im Besonderen komplexe Bifurkationsstenosen, Stenosen des Hauptstamms, oder Stenosen an mehreren Koronararterien beurteilt werden. Auch die Beurteilung der Lage und Positionierung eines Stents ist nach Implantation in hoher bildlicher Auflösung möglich und ist hier von besonderer Bedeutung.

Neuerdings wird in der Medizinischen Klinik I am Universitätsklinikum Gießen die neuartige dreidimensionale - Echtzeitdarstellung der OCT eingesetzt. Hierdurch werden
360°-Panoramaansichten des Gefäßes möglich und die Stentimplantation kann noch präziser geplant und optimiert werden. Die 3-D OCT Rekonstruktion ermöglicht eine
besonders realitätsnahe 3D-Darstellung der Koronararterien.

Mit dem Einsatz einer speziellen und innovativen Software können die Messung 
der „fraktionellen Flussreserve“ (FFR) mit der intravaskulären „optischen 
Köharenztomografie“ (OCT) zusammengeführt werden. Dies erlaubt eine individuell an den Patienten angepasste Therapie, und die 
Koronarintervention wird insgesamt weiter optimiert.