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Stressbedingte Erkrankungen

Stress ist in unserem alltäglichen Leben ein häufig verwendeter Begriff und aus unserer modernen Leistungsgesellschaft kaum mehr weg zu denken. Dieser wird individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen und wird assoziiert mit Aspekten wie z. B. ständige Hektik, Arbeitsbelastungen, Prüfungen, Lärm, Einsamkeit, finanzielle Sorgen etc. In der Stressforschung wird der Begriff Stress in einem umfassenderen Sinn verwendet und beschreibt die Bedrohung des inneren Gleichgewichts durch sowohl innere als auch äußere Störreize, sogenannte Stressoren. H. Selye spricht von drei Phasen der allgemeinen Stressreaktion:

Wenn wir einer belastenden Situation ausgesetzt sind, reagiert der Körper, in dem er kurzfristig alle Körperfunktionen reduziert, um schnell mit Hilfe von Reflexen auf die drohende Gefahr zu reagieren. Nach dieser kurzen Alarmreaktion versucht der Körper alle möglichen Kräfte und Ressourcen zu aktivieren, um der Gefahr zu begegnen: Stresshormone werden ausgeschüttet, Herz, Atmung und Kreislauf werden aktiviert und die gesamte Energie auf eine bevorstehende Handlung ausgerichtet. Hält die Stresssituation über einen längeren Zeitraum an, versucht unser Körper sich in der sogenannten Widerstandsphase an die belastende Situation anzupassen. Wird die Situation erfolgreich bewältigt, tritt die Erholungsphase ein. Kann die Situation jedoch nicht angemessen beendet werden, kommt es zur Phase der Erschöpfung, in der der Körper in Daueralarm ist und geschwächt wird.

Stress ist also eine normale Reaktion des Körpers und hilft, uns an unterschiedlichste Situationen anzupassen. Zu den Stressbewältigungsstrategien, die hilfreich sind, zählen ausreichende Bewegung und Entspannungsverfahren wie Autogenes Training oder PMR (Progressive Muskelrelaxation).
Wenn Stress jedoch chronisch wird und unsere Bewältigungsstrategien nicht mehr ausreichen, macht Stress krank. Es kann dann z.B. zu folgenden schwerwiegenden Stressfolgeerkrankungen kommen:

  • Bluthochdruck
  • Herz- Kreislauferkrankungen
  • Rückenschmerzen
  • Magengeschwüre
  • Schlafstörungen
  • Asthma
  • Chronische Kopfschmerzen 
  • Burnout-Syndrom
  • Depressionen

Wenn Dauerstress zu einer ernsthaften Erkrankung geführt hat, wenden Sie sich bitte an unsere Psychosomatische Ambulanz.