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Generalisierte Angststörung

Machen wir uns nicht alle in unserem Alltag von Zeit zu Zeit Sorgen? Sind Sorgen und das damit verbundene Gefühl der Angst nicht ganz normal?
Gelegentliche Sorgen in einem bestimmten Lebensbereich wie z. B. Familie, Beruf, Finanzen oder Gesundheit kennt jeder und in der Regel können wir solche Sorgen erfolgreich ausblenden.

Bei der generalisierten Angststörung werden die Sorgen jedoch mehrere Stunden täglich und als übermäßig stark wahrgenommen und sind nicht auf bestimmte Umgebungsbedingungen beschränkt. Die Sorgen lassen sich nicht kontrollieren oder beiseite schieben, sondern drängen sich immer wieder auf. Mal kreisen die Gedanken um die Kinder oder den Partner, dann um Krankheiten oder mögliche Unfälle.
Belastend für die Betroffenen sind neben den kreisenden Gedanken um das „Was wäre wenn…?“ auch körperliche Symptome in unterschiedlicher Art und Ausprägung, wie z. B.:

  • Nervosität
  • Schwitzen 
  • Zittern, Herzklopfen 
  • Gefühl der Ruhelosigkeit 
  • Leichte Ermüdbarkeit mit Konzentrationsschwierigkeiten 
  • Reizbarkeit 
  • Zeichen der erhöhten Muskelspannung (z.B. Kopf-, Rücken- oder Nacken-schmerzen) 
  • Schlafstörungen

Der Betroffene hat Schwierigkeiten, seine Aufmerksamkeit den alltäglichen Aufgaben zuzuwenden, ist in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt und ist kaum in der Lage, ein normales Leben zu führen.
Da der Betroffene zumeist wegen der körperlichen Beschwerden den Arzt aufsucht und dort nicht mitteilt, dass er ständig grübelt, kann es mehrere Jahre dauern, bis erkannt wird, dass die eigentliche Ursache der Symptome eine generalisierte Angststörung sein kann.

In der psychotherapeutischen Behandlung wurden in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt. Dies gilt sowohl für die psychodynamische Therapie als auch für die kognitive Verhaltenstherapie.