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Akute Krisen

Wir Menschen reagieren als Individuen unterschiedlich auf Situationen, die uns extrem belasten und auf die wir keinen direkten Einfluss haben, wie z.B. Naturkatastrophen, Unfälle, Tod, Vergewaltigung oder andere Verbrechen. Das direkte oder indirekte Erleben einer solchen Situation geht meist nicht spurlos an uns vorüber und wir versuchen auf unsere persönliche Weise das Erlebte zu kompensieren und zu bewältigen. Welchen Weg wir dabei einschlagen, hängt von unserer Persönlichkeit, unseren Ressourcen, unseren Fähigkeiten, aber auch von unseren früheren Erfahrungen ab.

Wenn belastende Lebensereignisse jedoch unsere eigenen Ressourcen übersteigen und wir keine ausreichenden Bewältigungsstrategien besitzen, kommt es nicht selten zu psychischen Beeinträchtigungen wie z.B.:

  • „Betäubung“, Bewusstseinseinengung, Wahrnehmungsstörung
  • Desorientiertheit
  • Gefühle von Angst, Verzweiflung, Depression, Trauer
  • Unruhezustand und Hyperaktivität
  • Vegetative Zeichen wie z.B. Schwitzen, Erröten, Herzklopfen
  • Teilweise Gedächtnisverlust

Die Symptome beginnen meist wenige Minuten nach dem belastenden Ereignis und bilden sich innerhalb von 2 bis 3 Tagen von selbst zurück.

In eigenen Fällen kann die akute Belastungsreaktion jedoch über längere Zeit anhalten, unsere Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und zu einer depressiven Episode führen, so dass eine kurzzeitige stationäre Aufnahme auf unserer Kriseninterventionsstation notwendig werden kann.