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Stationen A, B, C & D

Der stationäre Bereich der Klinik umfasst ab Juli 2014 vier Stationen. Durch eine Erweiterung um acht vollstationäre Behandlungsplätze verfügt die Klinik dann über insgesamt 60 vollstationäre Betten.

In der Zukunft - nach einem bereits geplanten Neubau – werden diese auf fünf Stationen verteilt sein. Alle Stationen sind gemischtgeschlechtlich belegt, das Alter der behandelten Patienten umfasst den Bereich von ca. vier bis bis zum 18. Lebensjahr.

Die Stationen A und C sind offene, allgemeinpsychiatrische und psychotherapeutische Stationen für Kinder und Jugendliche. Bei der neu eröffneten Station D handelt es sich ebenfalls um eine offene, allgemeinpsychiatrische und psychotherapeutische Stationen, die ihren Schwerpunkt auf die Behandlung von Jugendlichen im Alter von 14 – 18 Jahren legt. Die am häufigsten behandelten Störungsbilder bzw. Behandlungsschwerpunkte unserer offenen Stationen sind Angststörungen (u.a. auch Schulangst bzw. Schulabsentismus), Depressionen, Essstörungen (Anorexie, Bulimie), Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störungen (ADHS), Störungen des Sozialverhaltens, psychotische Erkrankungen, Zwangsstörungen, Entwicklungsstörungen, Autismus und Ausscheidungsstörungen.

Die Station B ist eine geschützte Jugendlichen-Akutstation, die über 12 Betten verfügt und die Möglichkeit der geschlossenen Unterbringung bietet. Da die Klinik den Regel- und Pflichtversorgungsauftrag für drei Landkreise (Marburg-Biedenkopf, Giessen, Wetterau) hat, nimmt die Station Notfälle (z.B. suizidale Patienten) aus diesem Gebiet auf. Darüber hinaus werden in der Station aber auch Patienten mit besonders betreuungs- und überwachungsintensiven Störungen (akute Psychose, Persönlichkeitsstörungen, Drogenmissbrauch/ Suchtprobleme) und/oder schwerwiegenden selbst- oder fremdgefährdenden Verhaltensproblemen (z.B. selbstverletzendes Verhalten) aufgenommen.

Die Diagnostik und Behandlung erfolgt durch multiprofessionelle Teams, in denen folgende Berufsgruppen vertreten sind: Ärzte, Psychologen, Pflege- und Erziehungsdienst und verschiedene fachtherapeutische Mitarbeiter wie Ergotherapeuten, Bewegungstherapeuten, Ernährungsberater (Ökotrophologen) und Sozialarbeiter. Viele der Mitarbeiter sind zusätzlich fachspezifisch qualifiziert als Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten bzw. Psychologische Psychotherapeuten oder als Kinderkrankenpfleger bzw. Krankenpfleger mit Fachweiterbildung für Psychiatrie sowie Erlebnispädagogen.

Das therapeutische Angebot besteht in einer multimodalen, evidenzbasierten und leitlinienorientierten Therapie, die, je nach Störungsbild, folgende Bausteine umfasst: Einzelpsychotherapie, Familienberatung und –therapie, Pharmakotherapie, verschiedene Gruppentherapien und spezielle Angebote wie z.B. Ernährungstherapie, Bewegungstherapie, Ergotherapie, Kochgruppen, Lerntherapie und tiergestützte Therapie.

Das störungsspezifische und individuell abgestimmte Behandlungsangebot ist eingebettet in einen therapeutisch-pädagogisch gestalteten Stationsalltag, dessen Abläufe und Regeln sich am Entwicklungsstand und Bedarf der Patienten orientieren. In einem strukturierten Tages- und Wochenplan wird eine Vielzahl von Aktivitäten innerhalb und außerhalb der Klinik angeboten. Wichtiges Element ist dabei auch der Besuch der Schule für Kranke (Klinikschule Schule am Ortenberg) während der Schulzeit.