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Kleinkindsprechstunde

Mit unserer Kleinkindsprechstunde wenden wir uns an Eltern von Kindern im Alter von 2 bis 6 Jahren, die sich Sorgen um die Entwicklung ihres Kindes machen. Für eine Familie ist es oft nicht leicht, den Alltag mit kleinen Kindern zu meistern. So schön das Zusammenleben einerseits sein kann, so kompliziert ist es manchmal auch. Schwierigkeiten können sich in jeder Entwicklungsphase ergeben, manche Probleme sind „ganz normale“ vorübergehende Phasen in der Entwicklung, bisweilen jedoch werden die Probleme so gravierend, dass es sinnvoll ist, diese Probleme abklären zu lassen, eine Diagnose zu stellen und Unterstützung zu erhalten.
Unser Anliegen ist es, Entwicklungsrisiken und Verhaltensauffälligkeiten bei Klein- und Vorschulkindern möglichst früh zu erkennen und Eltern darin zu unterstützen, die Entwicklung ihres Kindes positiv zu beeinflussen.

Wenn die Auffälligkeiten bei Ihrem Kind über einen längeren Zeitraum andauern und den Alltag deutlich beeinträchtigen, dann sollte eine diagnostische Abklärung der Symptomatik erfolgen. Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Kind selbst unter den Symptomen leidet, Sie verschiedene andere Maßnahmen schon probiert haben und diese keine Veränderung bewirkt haben, dann scheuen Sie sich nicht, sich zu melden. Ein schwieriges Temperament des Kindes, chronische körperliche Erkrankungen, Entwicklungsverzögerungen, aber auch schwierige Bedingungen in der Umwelt des Kindes (Trennung der Eltern, psychische Erkrankungen der Eltern, sehr junge Elternschaft u.a.) erhöhen das Risiko, dass ein Kind Entwicklungsaufgaben nicht altersgerecht bewältigen kann.

In einem ausführlichen Gespräch wird die Entwicklungs- und Familiengeschichte des Kindes besprochen. Wir führen eine standardisierte Entwicklungsdiagnostik sowie auch eine körperlich-neurologische Untersuchung mit ihrem Kind durch. Sie, sowie auch andere Beteiligte (z.B. Erzieherin im Kindergarten) füllen Fragebögen aus. Außerdem machen wir eine  videogestützte Spielbeobachtung mit Ihnen und Ihrem Kind. Abschließend werden mit Ihnen die Ergebnisse sowie auch die Empfehlungen ausführlich besprochen. Folgende Aspekte sind relevant:

  • Anamnese (aktuelle Problematik, körperliche, kognitive, sprachliche & emotionale Entwicklung, Spielverhalten, familiäre Beziehungen und zu Gleichaltrigen u.v.a.)
  • Exploration des Kindes
  • körperlich-neurologische Untersuchung (evtl. EEG)
  • standardisierte Diagnostik (Entwicklungs-, Leistungstests, Sprachtest, spezifische Fragebögen)
  • Verhaltensbeobachtung (Spielsituation mit Eltern)
  • Kooperation mit SPZ, Neuropädiatrie, Pädaudiologie, Genetik, Logopädie, Ergotherapie, Kinderarzt usw.
  • Kooperation mit Frühförderung, Jugendamt, Betreuungshelfer usw.
  • Kooperation mit weiteren Einrichtungen (z.B. Mutter-Kind-Einrichtung, Kinderschutzbund, Therapeuten)

Unser Team unter der Leitung von Prof. Dr. I. Kamp-Becker setzt sich zusammen aus PsychologInnen, ÄrztInnen für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie  einer Sozialarbeiterin.

Bei der Erstvorstellung bringen Sie bitte folgende Unterlagen mit: Überweisungsschein vom Kinder-/Hausarzt, gelbes Untersuchungsheft (U-Heft), Vorbefunde von Ärzten/Psychologen, Berichte aus Frühförderung, Ergotherapie, Logopädie usw.

Für Anmeldungen in unseren Ambulanzen finden Sie hier die entsprechenden Modalitäten.