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Tumorerkrankungen

Die Behandlung von gut- aber insbesondere auch bösartigen Tumoren im Kopf-Halsbereich ist ein wichtiger Schwerpunkt der Klinik. Die operative Therapie steht in der Regel bei der Behandlung der bösartigen Geschwulste im Vordergrund. Hierbei werden modernste Methoden der operativen Krebsbehandlung wie zum Beispiel die Laserchirurgie angewandt. Die Therapie erfolgt jeweils individuell an den Patienten angepasst, um einerseits den Tumor vollständig zu entfernen und andererseits wichtige Funktionen zu erhalten. Ein Beispiel hierfür sind kehlkopferhaltende Operationen oder schonende endoskopische Verfahren. Wichtig für die Funktionserhaltung und Wiederherstellung ist auch die rekonstruktive Chirurgie, die einen weiteren Schwerpunkt der Klinik darstellt.

 

Die Abstimmung der Behandlung  der gut- und bösartigen Tumoren erfolgt an der Giessener Hals-Nasen-Ohrenklinik interdisziplinär in enger Kooperation insbesondere mit den Ärzten der Strahlenklinik. Bei vorgeschrittenen Tumoren ist in der Regel eine Kombinationstherapie aus Operation, Bestrahlung und Chemotherapie notwendig. Diese Therapiekonzepte werden individuell an den Patienten angepasst.

 

Um den Patienten die hochmoderne Therapie anbieten zu können, werden in der Giessener Hals-Nasen-Ohrenklinik klinische Studien durchgeführt, die die verschiedenen Behandlungskonzepte überprüfen. Erkenntnisse aus der Tumorforschung finden Eingang bei der Behandlung der Patienten mit bösartigen Tumoren des Kopf-Halsbereiches.

 

Risikofaktoren für bösartige Tumoren des Kopf-Halsbereiches sind dauerhafter Zigaretten- sowie Alkoholkonsum. In den letzten Jahren konnte aber auch gezeigt werden, dass Humane Papillomaviren (HPV) für Kopf-Halstumoren ursächlich sein können. Dies ist ein weiterer Schwerpunkt der Tumorforschung der Hals-Nasen-Ohrenklinik. Es hat sich gezeigt, dass Patienten mit einem durch Papillomavirus verursachten Tumor deutlich bessere Chancen für eine Heilung haben. Um dies bei der Therapieplanung zu berücksichtigen, untersuchen wir bösartige Kopf-Halstumoren in Einzelfällen im Rahmen der Behandlung auf  Papillomaviren.

 

Auch nach erfolgter Behandlung bleibt der Patient im engen Kontakt mit der Klinik und es erfolgt eine regelmäßige Nachsorge in unserer Tumorsprechstunde. An der Giessener Hals-Nasen-Ohrenklinik werden ca. 250 neue bösartige Tumoren pro Jahr behandelt. Im Rahmen des Tumorzentrums der Justus-Liebig-Universität Giessen (www.med.uni-giessen.de/akkk) werden alle bösartigen Tumoren erfasst. Dies ermöglicht es der Klinik, ihre Ergebnisse zu überprüfen und die Qualität der onkologischen Behandlung zu sichern.