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Transplantationen

Lungentransplantation

Die Lungentransplantation hat sich in den letzten Jahren zur Behandlung von Patienten mit schweren Lungenerkrankungen etabliert. Hauptindikationen sind die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Lungenfibrose und Mukoviszidose.

Wir führen seit 1999 Lungentransplantationen mit steigenden Fallzahlen durch. 2015 erfolgte bereits die 100. Lungentransplantation. Aktuell erfolgen ca. 15 Lungentransplantationen pro Jahr.

Das chirurgische Team unter Leitung von Herrn Prof. Dr. W. Padberg und Herrn Dr. I. Askevold arbeitet in der Vor- und Nachbetreuung sowie perioperativ sehr eng mit den internistischen (Prof. Dr. W. Seeger, Prof. Dr. K. Mayer) und anästhesiologischen (Prof. Dr. M. Sander) Kollegen zusammen. So finden regelmäßige Treffen im Rahmen des klinikinternen Qualitätszirkels des Transplantationszentrums Giessen statt. Zusätzlich führen wir eine interdisziplinäre Visite unserer Patienten durch.

Sprechstunde:

Wir bieten eine ambulante Vor- und Nachbetreuung  von Lungentransplantierten an. Im Rahmen dieser Sprechstunde können auch alle anderen chirurgischen Probleme wie etwa Leistenbrüche oder Gallenblasenbeschwerden angesprochen und dann behandelt werden.

Die Sprechstunde findet jeden Mittwoch nach telefonischer Anmeldung unter der Telefonnummer: 0641-985-44701 (Sekretariat Prof. Padberg) statt.

Die Listungsvorbereitungen erfolgen in enger Kooperation in der internistischen Lungentransplantationsambulanz (LINK: (http://www.ukgm.de/ugm_2/deu/ugi_pne/8014.html).

Technik:

Wir führen die Lungentransplantation je nach Grunderkrankung als beidseitige oder einseitige Transplantation durch.  Hierzu wird eine Thorakotomie (Brustwandschnitt) durchgeführt. Einen Schnitt quer durch das Sternum (Brustbein) erfolgt nicht mehr. Anschließend wird das alte Organ entnommen und nach entsprechender Vorbereitung das neue Organ implantiert. Der Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine (ECMO=extrakorporale Membranoxygenierung) ist meistens nicht notwendig.

Aufenthalt:

Nach der Operation werden unsere Patienten auf der operativen Intensivstation für 24-48 Stunden weiter behandelt. Anschließend erfolgt die Verlegung auf die internistische Intensivstation bzw. dann auf die Normalstation. Hier erfolgen interdisziplinäre Visiten durch Internisten und Chirurgen.

Ausstattung:

Unser Zentrum ist mit der neuesten intensivmedizinischen Technik (Beatmungstechnik, ECMO (Lungenersatzverfahren), Mars (Leberersatzverfahren), Dialyse) ausgestattet.

Seit dem 01.01.2015 steht uns auch ein Gerät zur Ex Vivo Lung Perfusion zur Verfügung, d.h. ein Gerät zur externen Beatmung und Durchblutung der zu transplantierenden Lunge.  Hiermit können Organe vor der eigentlichen Transplantation noch optimiert werden.

Selbsthilfegruppe:

Die BDO-Regionalgruppe Gießen/Fulda trifft sich in unserer Klinik in regelmäßigen Abständen zu  einem Arzt-Patienten-Stammtisch. Ansprechpartner sind:

Rüdiger Volke
Am Mitteltor 4, 61209 Echzell
Tel.: (0 60 08) 4 72, Fax: (0 60 08) 71 62
E-Mail: Ingrid@tjark.de, ruediger@tjark.de

Nierentransplantation

Nierentransplantationen zur Behandlung der chronischen Unterfunktion der Niere (Niereninsuffizienz) werden an unserem Transplantationszentrum seit 1993 erfolgreich vorgenommen. In diesem Zeitraum wurden über 500 Nierentransplantationen durchgeführt. Sowohl bei der Anzahl der Transplantationen als auch bei den Transplantatüberlebensraten und der Lebendnierentransplantation ist das Giessener Transplantationszentrum führend in Hessen.

Unsere Transplantationsergebnisse liegen deutlich über dem internationalen Mittel und werden durch die Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung (BQS) überwacht.

Ein Schwerpunkt unseres Transplantationsprogramms liegt in der Durchführung von Lebendspenden, seit 2007 auch in der Durchführung von Blutgruppen-inkompatiblen Lebendnierenspenden. Diese können mit genauso gutem Erfolg wie Blutgruppen-kompatible Lebendnierenspenden durchgeführt werden. Hier liegen wir mit unserer Transplantatüberlebensrate in der deutschen und internationalen Spitzengruppe. Weltweit arbeiten beispielsweise 5 Jahre nach der Transplantation noch rund 74 % aller Lebendspendernieren. Bei den in Gießen verpflanzten Organen sind noch 94 % funktionstüchtig.

Eine Lebendspenden ist zwischen Verwandten und sich emotional nahestehenden Personen (z.B. nicht-eheliche Lebensgemeinschaft) möglich.

Sprechstunde:

Jeden Mittwoch bieten wir eine ambulante Vor- und Nachbetreuung  von Nierentransplantierten an. Im Rahmen dieser Sprechstunde können auch alle anderen chirurgischen Probleme wie etwa Leistenbrüche oder Gallenblasenbeschwerden angesprochen und dann behandelt werden.

Eine Terminvereinbarung erfolgt unter der Telefonnummer: 0641-985-44701 (Sekretariat Prof. Padberg) statt.

Die Listungsvorbereitungen erfolgen in Kooperation in der internistischen Nierentransplantationsambulanz (http://www.ukgm.de/ugm_2/deu/ugi_tpz/15249.html).

Ansprechpartner:

 

Dr. Ingolf Askevold

Dr. Ingolf Askevold

Telefon: 0641/985-44705

e-mail:ingolf.askevold@chiru.med.uni-giessen.de

 

siehe auch:

Ein Mensch kann acht andere retten
Gießener Anzeiger, 16.06.2012

Jennifer Wolff aus Siegen hat am Gießener Uniklinikum die 50. Spender-Lunge transplantiert bekommen
Gießener Anzeiger, 31.05.2012

Türkisch-Deutsches Transplantations-Symposium an JLU - „Zusammenarbeit sehr wertvoll“
Gießener Anzeiger, 11.05.2012

„Schon zu Lebzeiten ‚Ja‘ zur Organspende“
Giessener Anzeiger14.04.2012

Katastrophale Lage bei Organspenden Entscheidungslösung wird bei Transplantationskonferenz am Uniklinikum kritisch gesehen
Giessener Anzeiger, 06.07.2011