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Intensivtransport

Interhospitaltransfer (IHT)

 
Eine weitere Disziplin unserer Klinik stellt der Interhospitaltransfer von schwer erkrankten, intensivpflichtigen (d.h. beatmungspflichtigen und „maschinenabhängigen“) Patienten dar. Aufwendige Intensivmedizin braucht professionelle menschliche Begleitung. Hier beginnen die Herausforderungen denen sich unsere Ärzte für die Verlegungen von einem Krankenhaus zu einem Krankenhaus der Maximalversorgung, intensivmedizinisch zu betreuenden Patienten, tagtäglich stellen.

Selbstverständlich werden zum Intensivtransport nur langjährige Intensivmediziner, Notärzte und Fachärzte für Anästhesie aus unserer Klinik für diese Aufgabe ausgewählt, welche mit ihrer Fachkompetenz vor Ort schon entscheiden können, wie und wohin der Transport führen wird. Durch sie wird die gesamte Logistik, d.h. der gesamte Ablauf des Transports: die Koordination mit der abgebenden Klinik und der aufnehmenden Zielklinik, sowie die patientennahe Übergabe zwischen den Ärzten koordiniert. Manchmal kann es sein, dass erst bestimmte Maßnahmen durch uns vor Ort durchgeführt werden müssen, damit der Patient transportiert werden kann. Dieses dient natürlich der Patientensicherheit, welche unser oberstes Gebot ist. Vorher beginnt kein Transport.

 

Unser Intensivtransportwagen, verfügt über fast das gesamte Equipment, was eine Intensivstation hat um einen Notfallpatienten zu stabilisieren. Bei der medizinischen Technik sind wir auf dem neuesten Stand und aktualisieren ständig die Ausrüstung, so dass wir teils moderner ausgerüstet sind als einige Intensivstationen Deutschlands.
Die zunehmende Spezialisierung und Zentralisierung bestimmter Krankenhausleistungen machen immer häufiger arztbegleitete Sekundärtransporte von intensivpflichtigen Patienten erforderlich. Um diese Transporte möglichst risikoarm und ohne Unterbrechung der intensivmedizinischen Therapie und Überwachung zu ermöglichen, wurden landesweite Systeme für den Interhospitaltransfer geschaffen. Diese Ergänzung zum regionalen Rettungsdienst wurde auf Initiative des Hessischen Sozialministeriums (HSM) erarbeitet und durch die Krankenversicherungen vertraglich abgesichert. 

   

ITW-System Mittelhessen

(Intensivtransportwagen für Interhospitaltransfer )
Marburg (MKT) - ständige Vorhaltung, Mo-Fr 07:15 - 15:45 Uhr in Präsenz, sonst Rufbereitschaft
Gießen (MKT) - ständige Präsenz-Vorhaltung, d.h. 24 Stunden parat.

Die KST (Koordinierungsstelle der Feuerwehr in Frankfurt ) kennt jederzeit den aktuellen Status und Aufenthaltsort dieser Rettungsmittel. Auf Anforderung der jeweils für das bestellende Krankenhaus zuständigen Leitstelle kann die KST einen konkreten Dispositionsvorschlag machen. Dabei richtet sie sich nach den Dispositionsvorgaben des Hessischen Sozialministeriums. Diese regeln nach medizinischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten, welcher Rettungsmitteltyp für welche Anforderung grundsätzlich zum Einsatz kommen soll.

Mit neu angeschafften Spezialfahrzeugen besonderer Art werden beim Marburger Krankenpflegeteam (MKT), eine Tochtergesellschaft des DRK Rettungsdienst Mittelhessen, neue Standards für den Transport kritisch kranker Patienten gesetzt: Im Jahr 2008 wurden drei neue Intensivtransportwagen (ITW) mit modernster Technik in Dienst gestellt. Die neuen Intensivtransportwagen des „Intensivtransport-Systems Mittelhessen“ sind in Marburg und Gießen stationiert und dienen dem Transport kritisch kranker Patienten zwischen Intensivstationen verschiedener Kliniken.

   

 

 

Mit der aufwändigen Medizintechnik an Bord dieser Spezialfahrzeuge können rund um die Uhr auch Patienten transportiert werden, die vor wenigen Jahren noch als nicht-transportfähig galten.
So können alle lebenswichtigen Funktionen des Patienten unterbrechungsfrei „von Bett zu Bett“ überwacht und behandelt werden. Zur Ausstattung gehören zum Beispiel ein modernes Beatmungsgerät, Überwachungsmonitore oder auch Spritzenpumpen, um Medikamente kontinuierlich und in der erforderlichen Dosierung zu verabreichen.