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Intensivmedizin

Für eine Beratung beziehungsweise zur Organisation einer Patientenübernahme stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Tel.: 06421 58-65987

 

Die interdisziplinären operativen Intensivstationen 2 und 3 werden durch unsere Abteilung geleitet und verfügen über insgesamt 21 Betten. Die Intensivstationen bieten das komplette Spektrum der operativen Intensivmedizin.

Mit unserem Behandlungsteam, das sich aus einem interdisziplinären Ärzteteam, Fachpflegekräften und Physiotherapeuten zusammensetzt, werden Patienten der Kliniken für Herz- und thorakale Gefäßchirurgie, Urologie, Gynäkologie, Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie, Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde, Augenheilkunde, Dermatologie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Neurochirurgie und Viszeral-Thorax- und Gefäßchirurgie betreut.

Als überregionales Zentrum für die Therapie von Patienten mit schwerem Lungenversagen (ARDS) sind wir an das ARDS-Netzwerk Deutschland angeschlossen. Zur Therapie werden alle Formen der modernen maschinellen Beatmungstherapie inklusive der extrakorporalen Organersatzverfahren (ECMO, ILA) angewandt.

Schwerpunkte unsere Intensivstationen sind die Therapie und der Ersatz der Organfunktionen:

  • Lunge
  • Herz-Kreislauf
  • Niere
  • unter speziellen Indikationen Leber

Neben der Betreuung durch unser qualifiziertes Behandlungsteams stehen verschiedene Möglichkeiten zur Unterstützung der Organfunktion oder zum maschinellen Organersatz zur Verfügung.

Lunge und Herz-Kreislauf:

  • Intensive Physiotherapie
  • NIV-Beatmung
  • Lungenprotektive Beatmung nach aktuellen ARDS-Netzwerk-Empfehlungen
  • Stickstoffmonoxid (NO)-Applikation
  • Lagerungstherapie
  • ECMO (veno-venös, veno-arteriell)
  • ILA (arterio-venös, veno-venös)
  • spezielles Kreislaufmonitoring (PICCO, Vigileo, transthorakale oder transösophageale Echokardiographie, Pulmonalarterienkatheter)

Niere:

  • kontinuierliche Hämodiafiltration mit Citratantikoagulation, spezieller Einsatz verschiedener Filter bei spezieller Indikation

Leber

  • MARS-System

Zerebrales Monitoring

  • Hirndruckmessung über Externe Ventrikeldrainage
  • EEG/ BIS-Monitoring
  • transkranielle Doppkleruntersuchung
  • Nahinfrarot-Spektroskopie (NIRS)

Zunehmen gibt es auch in Deutschland Patienten mit multiresistenten Keimen, die besonders bei Hochrisikopatienten Probleme bereiten können. Die gezielte antimikrobielle Therapie erfolgt mit enger Absprache mit den Kollegen der Mikrobiologie und Krankenhaushygiene. Wöchentlich finden mikrobiologische Visiten am Krankenbett statt.

Im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit findet wöchentlich eine pharmakologische und Ernährungsphysiologische Visite statt, bei der spezielle Probleme am Patientenbett diskutiert werden können. Wir arbeiten eng mit den Kollegen der Phoniatrie und Logopädie zusammen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Physiotherapie sind führend in der Mobilisation kritisch kranker und beatmeter Patienten.

Zur weiteren Diagnostik steht auf jeder Intensivstation ein Sonographiegerät, mit dem indikationsbezogen durch unsere Intensivärzte eine Herzechokardiographie, Thorax-, Gefäß- oder Abdomensonographie durchgeführt wird. Sämtliche operativen und konservativen Fachabteilungen des Universitätsklinikums stehen konsiliarisch rund um die Uhr bei speziellen Fragestellungen zur Verfügung.

Eine Point of Care Gerinnungsdiagnostik wird zur verbesserten Therapie auf Station mit einem ROTEM-Gerät durchgeführt.