A A A
-->

Pädiatrisch-Onkologisches Zentrum Gießen/Marburg

Behandlung krebskranker Kinder und Jugendlicher

Im Pädiatrisch-Onkologischen Zentrum Gießen/Marburg (POH-Zentrum Gießen/Marburg) werden pro Jahr ca. 70 – 80 Kinder und Jugendliche mit einer neudiagnostizierten Krebserkrankung behandelt. Damit gehört dieses Zentrum zu den 10 größten kinderonkologischen Einrichtungen in Deutschland. Mit den an beiden Standorten - Gießen und Marburg - vorhandenen Kompetenzen verfügt das POH-Zentrum Gießen/Marburg in allen Bereichen der Kinderkrebsheilkunde über eine exzellente Expertise.

Das Behandlungsspektrum umfasst alle Krebserkrankungen, die bei Kindern und Jugendlichen vorkommen können. Das POH-Zentrum Gießen/Marburg nimmt hierzu an allen klinischen Studien und Registerstudien der Fachgesellschaft GPOH teil. Für jeden Patienten wird auf einer interdisziplinären Tumorkonferenz mit den Partnern aus allen Zentren, Kliniken und Abteilungen das Behandlungskonzept inklusive einer eventuell notwendigen Blutstammzelltransplantation an Hand der individuellen Befunde festgelegt und gegenebenfalls mit dem zuständigen Referenzzentrum der Fachgesellschaft abgestimmt. Diese Qualitätssicherung gewährleistet eine kontinuierliche Verbesserung der Therapie.
 

Kooperationen innerhalb des Pädiatrisch-Onkologischen Zentrums Gießen/Marburg

Intensivmedizin
Für Hochrisikopatienten, die eventuell im Rahmen der Krebsbehandlung einer intensivmedizinischen Betreuung bedürfen, bietet das Kinderherzzentum Gießen eine hervorragende Intensivtherapie mit allen derzeit in der Intensivmedizin verfügbaren Behandlungsmethoden einschließlich Nierenersatztherapie sowie der extrakorporalen Membranoxygenierung für Patienten mit Lungenversagen an.   

Protonentherapie
Mit dem Protonentherapiezentrum in Marburg verfügt das POH-Zentrum Gießen/Marburg als eines von vier kinderonkologischen Zentren in Deutschland über die Möglichkeit, den Patienten diese Therapieform anzubieten. Durch die Protonentherapie wird die Strahlentherapie enger auf das Tumorgebiet eingegrenzt als mit der herkömmlichen Photonenbehandlung, wodurch Risikoorgane wie Herz, Lunge, Leber und Nieren besser geschont werden können.

Referenzchirurgie für Referenzchirurgie für Weichteilsarkome
Die Kinderchirurgie in Marburg hat als Referenzchirurgisches Zentrum der Cooperativen Weichteilsarkomstudie (CWS) der GPOH bei diesen Tumorerkrankungen eine überregionale Kompetenz

Kindernephrologische Nachsorge
Die Kindernephrologie in Marburg bietet im Rahmen der interdisziplinären Behandlung ein umfängliches Nachsorgekonzept nach Chemotherapie onkologischer Erkrankungen an. Störungen der Nierentubulusfunktion und der Nierenfiltrationsleitung können so frühzeitig erkannt und behandelt werden. Unsere kindernephrologische Expertise steht Ihnen dabei rund um die Uhr zur Verfügung.

Referenzpathologie für Hodgkin Lymphome bei Kindern und Jugendlichen
Die Referenzpathologie ist bei der Behandlung von malignen Lymphomen von ganz wesentlicher Bedeutung, da die Gewebeproben durch einen Experten mit langjähriger diagnostischer und wissenschaftlicher Erfahrung nochmals beurteilt werden, um die Diagnose Hodgkin Lymphom zu bestätigen. Prof. Dr. Gattenlöhner, Direktor des  Instituts für Pathologie in Gießen ist seit April 2016 die koordinierende Referenzpathologe der GPO-HD Studiengruppe für Hodgkin Lymphome des Kindes- und Jugendalters. Unter Verwendung der höchsten Qualitätsstandards in der Pathologie (Akkreditierung nach DIN ISO 17020) erfolgt die Untersuchung der Gewebeproben und deren Aufbewahrung in der Biobank der GPOH-HD Studiengruppe für aktuelle und zukünftige wissenschaftliche Begleitprojekte.

Zytogenetisches Referenzlabor für Leukämien und Lymphome des Kindes-und Jugendalters
Bei der Behandlung von akuten und chronischen Leukämien des Kindes- und Jugendalters ist die Bestimmung von genetischen Veränderungen von entscheidender Bedeutung für die richtige Therapiewahl. Das Institut für Pathologie ist neben seiner Tätigkeit als koordinierende Referenzpathologie der GPO-HD Studiengruppe als zytogenetisches Referenzlabor für Leukämien des Kindes- und Jugendalters in folgenden Studien tätig: CoALL-Studie, IntReALL-Studie, NHL-BFM Studie und CML-paed-Studie.
In Verbindung mit der Expertise bei der Beurteilung von Gewebeproben und einer im Institut für Pathologie implementierten hochinnovativen Molekularpathologie wird den Tumorpatienten in Gießen damit das höchstmögliche Maß an Qualität und Sicherheit bei der Diagnose bösartiger Erkrankungen  gewährleistet.