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Was ist eine Latexallergie?

Latexallergie ist die Kurzbezeichnung von „Naturlatexallergie“, mit der allergische Reaktionen bezeichnet werden, die durch Naturgummilatex, gewonnen vom Gummibaum Hevea brasiliensis, ausgelöst werden. Die allergischen Reaktionen umfassen Urtikaria, Rhinokonjunktivitis allergica (Heuschnupfen), Asthma bronchiale und auch einen anaphylaktischen Schock.

Wo findet sich Naturlatex?

Naturlatex kann in zahlreichen aus Gummi hergestellten Gegenständen wie Luftballons, Schutzhandschuhen (Haushalt, Arbeitsbereich, medizinischer Bereich), Kondomen und medizinischen Produkten vorkommen.

 

Wie läßt sich eine Latexallergie nachweisen?

 

Eine Sensibilisierung auf Naturlatex lässt sich durch einen Pricktest und Bluttest (In-vitro-Diagnostik) nachweisen. Gegebenenfalls kann auch ein Expositionstest mit naturlatexhaltigem Material, beispielsweise als Tragetest, indiziert sein.

 

   

Naturlatex enthält Allergene, die verwandt mit Bestandteilen in Nahrungsmitteln (insbesondere Banane, Kiwi, Avocado, Esskastanie) und als Zimmerpflanzen gehaltenen Gumminbäumen (v.a. Ficus benjamina ) sind. Diese können dann ähnliche allergische Beschwerden im Sinne einer „Kreuzallergie“ auslösen, nach denen daher im allergologischen Gespräch zu fragen ist.

 

   

Was ist bei einer Latexallergie zu beachten?

Naturlatexhaltige Produkte sind zu meiden. Besondere Bedeutung hat dies auch bei einer medizinischen Versorgung. Daher erhält der Latexallergiker einen Allergie-Paß, der bei jedem Arztbesuch unaufgefordert vorzuzeigen ist. Ebenso ist zu klären, ob eine berufliche Exposition besteht, entsprechend betroffene Arbeitsbereiche sind zu sanieren.

 Zur Vermeidung der Entwicklung einer Latexallergie sollten entsprechende Risikopersonen wie Patienten mit Spina bifida oder angeborenen urogenitalen Fehlbildungen prinzipiell eine naturlatexfreie medizinische Versorgung erhalten und Personen mit schwerem Handekzem oder schweren atopischen Erkrankungen keine naturlatexhaltigen Handschuhe tragen.