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Psoriasis - Ambulanz

PsoBest – wir sind Zentrum

Aufgrund unserer langjährigen Expertise auf dem Gebiet der Psoriasis-Behandlung sind wir als offizielles Zentrum für das deutschlandweit größte dermatologische Register und damit auch das größte Psoriasis-Register „PsoBest“ gelistet. Ziel von PsoBest, welches vom CVderm in Hamburg, der DDG und dem BVDD betrieben wird, ist es, Langzeitdaten zu Sicherheit und Verträglichkeit von Systemtherapeutika in der Behandlung der Psoriasis in Deutschland zu generieren und damit einen entscheidenden Beitrag zur stetigen Verbesserung dieser Therapien für unsere Patientinnen und Patienten zu leisten. Sprechen Sie uns bei Interesse oder Fragen gerne an!

Mit herzlichen Grüßen,

Manuel Göbel und das Team der Psoriasis-Ambulanz

 

Psoriasis-Sprechstunde

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronisch-entzündliche, oft schubhaft verlaufende Hauterkrankung, die schätzungsweise 2 Millionen Menschen in Deutschland betrifft. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen. Neben Manifestationen an der (Kopf)haut kann sich die Erkrankung auch am Nagelorgan sowie den Gelenken manifestieren. Neben einer genetischen Komponente zählen so genannte Umweltfaktoren zu den auslösenden Ursachen. Aufgrund ihrer Assoziation zu vor allem metabolischen Erkrankungen, wird die Psoriasis mehr und mehr als bedeutsame Systemerkrankung angesehen.

Psoriasis – „Nur“ eine Hautkrankheit?

Innerhalb des Krankheitsbildes werden verschiedene Erscheinungsformen unterschieden, wie die gewöhnliche Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) oder die mit Eiterbläschen einhergehende Schuppenflechte (Psoriasis pustulosa). Neben der (Kopf)haut und den Nägeln können auch weitere Organe von der chronischen Entzündung betroffen sein, wie etwa die Gelenke (Psoriasis arthropathica). Zudem können andere Erkrankungen gehäuft auftreten, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Zucker- und Fettstoffwechselstörungen, chronisch-entzündliche Augen- und Darmerkrankungen oder auch Depressionen.

Die Psoriasis hat somit erhebliche Folgen für Gesundheit und Lebensqualität. Obwohl die Psoriasis nicht ansteckend ist, stellt die von den Betroffenen empfundene Stigmatisierung ein weiteres schwerwiegendes Problem dar.

Therapieoptionen - individuell angepasst an Form, Verlauf und Schweregrad der Erkrankung

 

  • Lokaltherapie und Lichttherapie (UV-Therapie)

Für die Behandlung der leichten bis mittelschweren Psoriasis stehen neben der Basispflege der Haut die Lokaltherapie und (additive) Lichttherapie im Vordergrund. Neben keratolytischen (also die übermäßige Verhornung und Schuppung auflösenden) Substanzen, topischen (äußerlichen) Steroiden, Vitamin-D3-Analoga und topischen Kalzineurininhibitoren kommt weiterhin auch Cignolin zum Einsatz. In unserer Lichtabteilung werden sowohl Bestrahlungen mit UVB-Schmalspektrum (311 nm) als auch PUVA-Behandlungen (als Bade-PUVA, Creme-PUVA oder orale PUVA) angeboten, bei der die UV-Therapie mit einem so genannten Lichtsensibilisator kombiniert wird. Dabei können sowohl Lokal- als auch Lichttherapie entweder ambulant oder anfänglich und bei schwerwiegenderen Formen auch im Rahmen eines stationären Aufenthaltes durchgeführt werden.

  • Klassische systemische Therapien

Bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis oder unzureichendem Ansprechen auf vorherige Lokal- und Lichttherapien stehen zusätzlich systemische Therapien zur Behandlung zur Verfügung. Dabei kommen Fumarsäureester, Methotrexat, Cyclosporin A oder Acitretin zum Einsatz. Für alle genannten Therapien ist die Effektivität gut belegt, jedoch limitieren Nebenwirkungsprofil und Kontraindikationen häufig ihren Einsatz. Die Verordnung dieser Medikamente erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen ärztlichem Personal und Patient/in, um die korrekte Einnahme zu gewährleisten und durch regelmäßiges „Monitoring“ auftretende Nebenwirkungen frühzeitig erkennen zu können.

  • Neuere systemische Therapien (DMARDs, Biologika)

Neuerdings besteht bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis oder unzureichendem Ansprechen auf vorherige Lokal- und Lichttherapien die Möglichkeit des Einsatzes von neueren Therapieformen für die Psoriasis der Haut und der Psoriasis-Arthritis, den so genannten Biologics, neueren DMARDs (Disease modifying antirheumatic drugs) und Januskinase-Inhibitoren. Dabei handelt es sich um Antikörper oder kleinmolekulare Substanzen, die durch die gezielte Blockade von Botenstoffen den Entzündungsprozess der Psoriasis und auch ein Voranschreiten der Erkrankung effektiv und ausgesprochen selektiv hemmen. Beispiele dafür sind Medikamente, die in folgende Signalwege eingreifen: TNFalpha, IL-12, IL-17, IL-23, PDE-4 und Januskinase-Signalweg. Diese Medikamente, vor allem die Gruppe der Biologics, haben die Behandlung der Psoriasis deutlich verbessert und verschaffen den Patientinnen und Patienten damit eine wesentlich höhere Lebensqualität.

Für Sie und mit Ihnen

Als Patient/in stehen sie zentral im Mittelpunkt der Behandlung. Im ärztlichen Gespräch und nach eingehender körperlicher Untersuchung, ggf. weiterführender Diagnostik sowie unter Berücksichtigung potentieller Begleiterkrankungen, Unverträglichkeiten und individuellem Risikoprofil erarbeiten wir mit Ihnen zusammen ein langfristig angelegtes Therapiekonzept, um Ihre Psoriasis-Erkrankung optimal behandeln zu können.

Wir bitten Sie, den unten aufgeführten Fragebogen zur Vorgeschichte Ihrer Schuppenflechte zur „Erstvorstellung“ ausgefüllt mitzubringen, damit wir einen Überblick über die Rahmendaten Ihrer Krankengeschichte erhalten. Mit einem Klick auf die Miniaturversion können Sie sich das PDF-Dokument herunterladen.

ANAMNESEBOGEN.PDF