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AG Jünemann/Gerriets/Schönburg - Kognitive Neurologie - Heart&Brain Research Group

Mitarbeiter

Arbeitsgruppenleitung:

Prof. Dr. med. Tibo Gerriets, Email: Tibo.Gerriets@neuro.med.uni-giessen.de

Prof. Dr. med. Markus Schönburg, Email: M.Schoenburg@kerckhoff-klinik.de

Dr. med. Martin Jünemann, M. Sc., Email: Martin.Juenemann@neuro.med.uni-giessen.de

Mitarbeiter:

PD. Dr. med. Patrick Schramm, M. Sc., Email: Patrick.Schramm@neuro.med.uni-giessen.de

PD Dr. med. Marlene Tschernatsch, Email: Marlene.Tschernatsch@neuro.med.uni-giessen.de

Prof. Dr. phil. Gebhard Sammer, Dipl.-Psych., Email: Gebhard.Sammer@psychiat.med.uni-giessen.de

Dr. med. Tobias Braun, Email: Tobias.Braun@neuro.med.uni-giessen.de

Dr. Johanna Wagner-Dörr, Dipl.-Psych.. Email: Johanna.Wagner-Doerr@neuro.med.uni-giessen.de

 

Doktoranden:

Jasmin El-Shazly, M. Sc.-Psych., Email: J.ElShazly@kerckhoff-klinik.de

Rolf Meyer, M. Sc.-Psych., Email: R.Meyer@kerckhoff-klinik.de

Marius Butz, Dipl.-Psych., Email: M.Butz@kerckhoff-klinik.de

 

Studentische Hilfskraft:

Viktoria Hoffmann, Cand.-Psych.


 

Schwerpunkte und Projekte der Arbeitsgruppe

Schwerpunkt:

Die "Heart & Brain Research Group“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Universitätsklinikum Gießen - Klinik für Neurologie - (vertreten durch Prof. Dr. Tibo Gerriets und Dr. Martin Jünemann, M.Sc.) und der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim (vertreten durch Prof. Dr. Markus Schönburg). Neben der klinischen Zusammenarbeit bildet die Charakterisierung und Vorbeugung neurologischer und neuropsychologischer Komplikationen herz-/thoraxchirurgischer sowie kardiologisch-interventioneller Eingriffe seit 2006 einen wesentlichen Themenschwerpunkt der Arbeitsgruppe.

Es ist seit langer Zeit bekannt, dass während chirurgischer Eingriffe unter Verwendung der Herz-Lungen-Maschine eine Vielzahl neurologischer Komplikationen auftreten können. Während schwere neurologische Erkrankungen wie Hirninfarkte oder globale Ischämien mittlerweile selten geworden sind, stellen ein Delir und postoperative kognitive Defizite weiterhin ungelöste, oft schwerwiegende Probleme dar. Ziele der Arbeitsgruppe sind die Identifikation potenzieller Risikofaktoren, die Diagnostik sowie die Entwicklung präventiver Methoden und Therapien für diese neurologischen Komplikationen.

Projekte:

  • NEOCARE

In der NEOCARE - Studie (Reduction of cerebral air microembolisation improves NEuropsychological OutCome After pulmonary Endarterectomy) geht es um die Erforschung neuroprotektiver Effekte durch die intraoperative Verwendung eines speziellen dynamischen Gasbläschenfilters während der pulmonalen Endarteriektomie – einem operativen Verfahren zur Therapie der pulmonalen Hypertonie. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Ermittlung des Risikos für Patienten im Rahmen einer pulmonalen Endarteriektomie neurologische Komplikationen zu erleiden. Dazu gehört die Darstellung akuter ischämischer Hirninfarkte mittels Magnetresonanztomographie sowie auch die Detektion von Veränderungen der kognitiven Leistungsfähigkeit. Zudem wird untersucht, ob das neuropsychologische Outcome durch den intraoperativen Einsatz des Gasbläschenfilters positiv beeinflusst wird.

  • INCOGNITO

Bei der INCOGNITO-Studie (INcreasing COgnitive abilities TO improve patients daily living functions after heart surgery) handelt es sich um eine bizentrische randomisierte kontrollierte Interventionsstudie. Untersucht wird der Effekt eines Papier-und-Bleistift basierten kognitiven Trainings auf postoperative kognitive Defizite bei Patienten mit elektiven Aortenklappenersatz unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine. Das kognitive Training wird frühzeitig nach der Operation im Rahmen der anschließenden Rehabilitation durchgeführt. Neben dem Effekt des kognitiven Trainings wird auch der Einfluss perioperativer zerebraler Mikroinfarkte, die postoperativ mittels diffusionsgewichteter MRT gemessen werden, auf die neuropsychologische Leistung untersucht.

  • COSTA

In der COSTA- Studie (Cognitive Outcome after Surgical and Transcatheter Aortic valve replacement) geht es um die Erhebung des kognitiven Outcomes nach chirurgischem und Katheter-basiertem Aortenklappenersatz. Während der chirurgische Herzklappenersatz als Standardtherapie für Patienten mit einer Aortenstenose eingesetzt wird, hat sich - insbesondere bei Hochrisikopatienten - die Katheter-gestützte Implantation der Aortenklappe (transcatheter aortic valve implantation, TAVI) als eine Alternative zum offenen Eingriff am Herzen entwickelt. Während kognitive Einschränkungen nach herzchirurgischen Eingriffen als nachgewiesen gelten, ist die Auswirkung der TAVI auf kognitive Funktionen bisher nicht ausreichend untersucht. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, das Auftreten und den Verlauf von Delir, postoperativen kognitiven Defiziten und Hirninfarkten im Rahmen des Katheter-gestützten und des chirurgischen Aortenklappenersatzes bei Patienten mit einem intermediären Risiko vergleichend zu untersuchen.

  • INCORE

Die INCORE-Studie (INcreasing preoperative COgnitive REserve to prevent postoperative delirium and postoperative cognitive decline in cardiac surgical patients. A randomized controlled trial on cognitive training) ist als monozentrische, 2-Arm randomisierte kontrollierte Interventionsstudie konzipiert und schließt Patienten ein, die sich einer elektiven herzchirurgischen Operation unter Einsatz der extrakorporalen Zirkulation unterziehen. Bei der Intervention handelt es sich um ein standardisiertes Papier-und-Bleistift basiertes kognitives Training, das ca. 40 Minuten pro Tag über einen präoperativen Zeitraum von ca. 2-3 Wochen heimbasiert durchgeführt werden soll. Das primäre Ziel dieser Studie besteht darin, den Interventionseffekt des präoperativen kognitiven Trainings auf die Inzidenz des postoperativen Delirs und postoperativer kognitiver Defizite (POCD) zum Entlassungszeitpunkt aus der Akutklinik, sowie 3 Monate nach der Operation zu untersuchen.

  • DESTRESS-SURG

Bei der DESTRESS-SURG-Studie (DEcreasing preoperative STRESS to prevent postoperative delirium and postoperative cognitive decline in cardiac SURGical patients. A randomized controlled trial on relaxation interventions via virtual reality and binaural beats) handelt es sich um eine monozentrische, 5-Arm prospektive randomisierte kontrollierte Interventionsstudie mit Patienten, die sich einer elektiven herzchirurgischen Operation unter Einsatz der extrakorporalen Zirkulation unterziehen. Primäres Ziel dieser Studie ist es, die präoperative Stressreaktion durch eine kombinierte Präsentation von entspannungsinduzierenden virtuellen Naturlandschaften und binauralen Beats zu reduzieren. Als sekundäres Ziel werden die Inzidenz des postoperativen Delirs sowie postoperativer kognitiver Defizite (POCD) zum Entlassungszeitpunkt aus der Akutklinik, sowie 3 Monate nach der Operation untersucht.

  • RECOG

Die RECOG-Studie (Prevention of Seizures after Cardiac Surgery to REduce Postoperative COGnitive Deficits, ReCog-Trial) ist eine prospektive, multizentrische, doppelt verblindete, randomisierte, placebo-kontrollierte Interventionsstudie mit Patienten, die sich einer elektiven herzchirurgischen Operation unter Einsatz der extrakorporalen Zirkulation unterziehen. Die Studie untersucht, ob postoperative elektrografische Anfälle präventiv durch die Verabreichung von Antikonvulsiva reduzieren werden können. Darüber hinaus evaluiert die Studie den Interventionseffekt auf die Aufenthaltsdauer bei intensivstationärer Behandlung, die Inzidenz des postoperativen Delirs und postoperativer kognitiver Defizite, sowie die Mortalität.

  • COFAS 1000

In der COFAS 1000 - Studie (Cognitive Failure Assessment Survey after heart surgery in 1000 patients and their relatives) geht es um die Erhebung kognitiver Fehlleistungseinschätzungen nach herzchirurgischen Eingriffen bei 1000 Patienten und ihren Angehörigen. Mit diesem Forschungsvorhaben verfolgen wir das Ziel, die subjektive Wahrnehmung kurz- und langfristiger kognitiver Veränderungen durch Patienten und Angehörige genauer zu untersuchen.

  • PICAS

Bei der PICAS-Studie (Pseudohallucinations after interventions in the cardio-vascular-system) wird überprüft, mit welcher Häufigkeit visuelle Pseudohalluzinationen, die nicht auf eine Psychose oder ein Delirium zurückgeführt werden können, bei Patienten nach koronarer Bypass-Operationen mit (on-pump) und ohne (off-pump) extrakorporaler Zirkulation auftreten und durch welche Begleitumstände diese begünstigt werden.

 

 

Drittmittel

Abgeschlossene Forschungsvorhaben:

  • MEDEX 2:

Microembolization during extracorporeal circulation. Gefördert durch die William G. Kerckhoff-Stiftung in Höhe von 111.823 Euro.

  • Tako Tsubo Kardiomyopathie:

Untersuchungen zur Bedeutung von Persönlichkeitsmerkmalen und Stressverarbeitungsmechanismen in der Pathogenese der Tako Tsubo Kardiomyopathie. Gefördert durch die deutsche Stiftung für Herzforschung in Höhe von 60.000 Euro.

  • COFAS:

Cognitive Failure Assessment. Gefördert durch das Universitätsklinikum Gießen und Marburg in Höhe von 20.000 Euro.

  • ELMAR:

Elimination of Microemboli during Aortic valve Replacement. Gefördert durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung in Höhe von 108.000 Euro.

Laufende Forschungsvorhaben:

  • NEOCARE:

Reduction of cerebral microembolisation improves neuropsychological outcome after pulmonary Endarterectomy. Gefördert durch die Willy und Monika Pitzer-Stiftung in Höhe von 75.600 Euro.

  • COFAS 1000:

Cognitive failure asessment survey after heart surgery in 1000 patients and their relatives. Gefördert durch die William G. Kerckhoff-Stiftung in Höhe von 5.000 Euro.

  • INCOGNITO:

Increasing cognitive abilities to improve patient's daily living functions after heart surgery. Gefördert durch die deutsche Stiftung für Herzforschung in Höhe von 30.300 Euro und durch die William G. Kerckhoff-Stiftung in Höhe von 36.000 Euro.

  • COSTA:

Cognitive Outcome after Surgical and Transcatheter Aortic valve replacement. Gefördert durch die deutsche Stiftung für Herzforschung in Höhe von 58.265 Euro.

  • INCORE:

Increasing preoperative cognitive reserve to prevent postoperative delirium and postoperative cognitive decline in cardiac surgical patients. A randomized controlled trial on cognitive training. Gefördert durch die William G. Kerckhoff-Stiftung in Höhe von 22.542 Euro.


 

Kollaborationen

Klinisch:

•           DELIRIUM-STUDIE

Studientitel: Retrospektive Analyse von Risikofaktoren für die Entstehung eines Delirs nach kardiologischen Operationen. In Kollaboration mit der Arbeitsgruppe „Delirium“ der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim werden prädisponierende intraindividuelle Faktoren sowie peri- und intraoperative Risikofaktoren für die Entstehung eines Delirs nach kardiochirurgischen Operationen untersucht. Die detaillierte Analyse eines Risikoprofils soll in einer zukünftigen prospektiven Untersuchung zur Validierung eines optimalen Delir-Managements dienen.

Kontakt:

Prof. Dr. med. Bettina Hamann., Email: B.Hamann@kerckhoff-klinik.de

Prof. Dr. med. Tibo Gerriets, Email: Tibo.Gerriets@neuro.med.uni-giessen.de

Jasmin El Shazly, M. Sc. Email: J.ElShazly@kerckhoff-klinik.de

 


Kontakt // Interesse an Doktorarbeiten:

Martin.Juenemann@neuro.med.uni-giessen.de

Tibo.Gerriets@neuro.med.uni-giessen.de

 


Auswahl an Veröffentlichungen

Tschernatsch, M., Juenemann, M., Alhaidar, F., El Shazly, J., Butz, M., Meyer, M., Gerriets, T., Schönburg, M., & Schramm, P. (2020). Epileptic seizure discharges in patients after open chamber cardiac surgery-a prospective prevalence pilot study using continuous electroencephalography. Intensive care medicine, 46(7), 1418–1424.

Butz M, El Shazly J, Sammer G, Tschernatsch M, Kastaun S, Yenigün M, Braun T, Kaps M, Böning A, Puvogel U, Bachmann G, Mengden T, Schoenburg M, Gerriets T, Juenemann M. Decreasing postoperative cognitive deficits after heart surgery: Protocol for a randomized controlled trial on cognitive training. Trials. 2019;20(1):733.

Kastaun S, Gerriets T, Schwarz NP, Yeniguen M, Schoenburg M, Tanislav C, Juenemann M. The Relevance of Postoperative Cognitive Decline in Daily Living: Results of a 1-Year Follow-up. J Cardiothorac Vasc Anesth. 2016;30(2):297-303.

Kastaun S, Gerriets T, Tschernatsch M, Yeniguen M, Juenemann M. Psychosocial and psychoneuroendocrinal aspects of Takotsubo syndrome. Nat Rev Cardiol. 2016 Nov;13(11):688-694.

Kastaun S, Lie SR, Yeniguen M, Schoenburg M, Gerriets T, Juenemann M. Pseudohallucinations After Cardiac Surgery. J Cardiothorac Vasc Anesth. 2016 Apr;30(2):466-9.