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Handchirurgie
Die Hand stellt das wichtigste Werkzeug des Menschen dar und ist daneben auch ein wichtiges Kommunikationsorgan im täglichen Leben. Handverletzungen beeinträchigen den betroffenen Menschen im Alltagsleben, im privaten wie im beruflichen Bereich. In der Hand liegen eine Vielzahl wichtiger Strukturen auf engstem Raum beieinander. Die außerordentlich wichtige Funktion der Hand, ihre leichte Verletzbarkeit und die enorme Schwierigkeit der operativen Wiederherstellung und Behandlung machen eine Spezialisierung der Handchirurgie notwendig.

Die Handchirurgie befasst sich mit der Behandlung von Verletzungen der Hand ebenso wie mit der Therapie von chronisch-degenerativen Krankheitsbildern. Aber auch Gebiete der plastischen Chirurgie, wie z. B. die Narbenkorrektur oder die plastische Haut- und Weichteildeckung nach Verletzungen, gehören in den Bereich der Handchirurgie.

Nicht nur die spezielle handchirurgische Fachkompetenz des Operateurs bestimmt den Behandlungserfolg, sondern auch die Nachbehandlung einer Operation spielt eine sehr große Rolle. Neben den speziellen funktionellen Schienen- und Gipsbehandlungsmöglichkeiten nehmen die Physio- und Ergotherapie einen besonderen Platz ein. Wichtig ist dabei die enge und harmonische Zusammenarbeit des gesamten Teams im Sinne des Patienten.

Ca. 20% aller Traumapatienten sind „Hand-Patienten“, besonders häufige Handverletzungen sind Frakturen der Finger, Streck- und Beugesehnen-Durchtrennungen, Verletzungen des Kapsel-Bandapparates sowie Nerven- und Gefäßläsionen. Bei der Therapie dieser Patienten ist die zeitnahe kompetente handchirurgische Versorgung und die Logistik eines modern ausgestatteten großen Klinikums zwingend erforderlich.

Aber auch chronisch-degenerative Erkrankungen der Hand, wie z. B. die Daumensattelgelenkarthrose, beklagt ein großer Teil der Patienten in unserer handchirurgischen Sprechstunde. Hier bieten wir neben der etablierten Standardoperation nach Epping mit Resektion des Gelenkes und dem Einbringen einer körpereigenen Sehne, das Implantieren eines sogenannten Spacers oder Platzhalters aus Pyrocarbon an. Dieses Verfahren verkürzt die Operationsdauer und lässt einen kleineren Hautschnitt zu.
Bei Arthrose der Fingergelenke sowie des Handgelenkes zeigt sich klinisch eine äußerlich sichtbare Gelenkverklumpung mit Bewegungseinschränkung und Kraftverlust der betroffenen Finger. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zusätzlich zu einer Fehlstellung. Für die Behandlung der Arthrose der Fingergelenke stehen uns technisch hochwertige Implantate zur prothetischen Versorgung zur Verfügung.

Die Dupuytrensche Kontraktur ist eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes, insbesondere der Hohlhand. Es bilden sich derbe Knoten und Stränge in der Hohlhand, die auf die Finger übergreifen, die Finger durch den Narbenzug in Beugestellung bringen und Nerven und Gefäße „einmauern“. Im fortgeschrittenen Stadium sind dann operative Eingriffe zur Gelenklösung aber auch ggf. zur Gelenkversteifung erforderlich.
Zu den Nervenengpasssyndromen gehört das häufig vorkommende Karpaltunnelsyndrom im Bereich des Handgelenkes. Im Handwurzelkanal verlaufen der Nervus medianus und die Beugesehnen der Hand. Verengt sich der Kanal, wird der Nerv komprimiert und es kommt zu Schmerzen und Gefühlsstörungen von Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu Lähmungen des Daumens mit einer Verschmächtigung des Daumenballens kommen. Das Karpaldach, das sogenannte Retinakulum flexorum wird von der Hohlhand aus über einen kleinen Hautschnitt unter Sicht gespalten und so der Nervus medianus druckentlastet.

Weitere häufige handchirurgische Eingriffe sind die Ganglion- oder „Überbein“-Entfernung, die Ringbandspaltung zur Therapie eines schnellenden Fingers oder die Spaltung des ersten Strecksehnenfaches bei der Tendinitis stenosans de Quervain.

Zweimal jährlich werden von unserer Klinik zur Fortbildung chirurgischer Kollegen handchirurgische Operationskurse durchgeführt.

Falls Sie Fragen zu Krankheitsbildern oder Therapiemöglichkeiten haben sollten, stehen wir Ihnen jeweils mittwochs in unserer Handsprechstunde von 8:30 bis 14:30 Uhr nach telefonischer Terminvereinbarung unter 0641/ 985-57660 gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns aber auch unter der e-mail-Adresse: Handchirurgie@uniklinikum-giessen.de.


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