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Kindertraumatologie

Im Rahmen der kindertraumatologischen Sprechstunde stellen wir den jungen und jüngsten Patienten ein umfassend spezialisiertes Know-how zur Behandlung jeder Art von Verletzungen im Kindes- und Jugendalter an. Wir tragen damit den besonderen Anforderungen in der Behandlung dieser Altersgruppe Rechnung. Die Behandlung, angefangen von der kindgerechten Anamneseerhebung über die adäquate körperliche Untersuchung bis zum effizienten Einsatz der bildgebenden Diagnostik (Ultraschall, Röntgen, CT, MRT, Fotodokumentation) wird durch speziell qualifiziertes ärztliches und pflegerisches Personal durchgeführt. Gemeinsam mit Eltern und Patienten erfolgt dann die individuelle Therapieplanung.

Im Vordergrund stehen dabei Knochenbrüche im Wachstumsalter mit ihren speziellen Gegebenheiten und Problemen, die abhängig von Art, Lokalisation, Fehlstellung und vor allem Alter des Patienten individuell behandelt werden müssen. Dazu stehen alle denkbaren operativen wie nicht-operativen Methoden zur Verfügung.

Kindersprechstunde: Montag 8.30 bis 14.30 mit Termin (Terminvergabe Tel. 0641/985-57660).
 

Konservative Frakturbehandlung

Unter konservativer Frakturbehandlung verstehen wir Therapiekonzepte ohne operativen Eingriff, meistens sogar ohne die Notwendigkeit einer Narkose. Dabei steht im Vordergrund die Ruhigstellung der verletzten Extremität, meist in einem Gips- oder Kunststoffverband. Die Ruhigstellung ist gleichzeitig der wesentliche Schritt der Schmerzbehandlung.
Die alleinige Ruhigstellung findet bei unverschobenen Brüchen genauso Anwendung, wie bei Frakturen deren Verschiebung oder Achsabweichung sich im weiteren Wachstum im Rahmen der Spontankorrekturfähigkeit des wachsenden Skeletts von selbst ausgleichen wird. Wird diese voraussichtlich überfordert, kann die sogenannte Gipskeilung angewendet werden, bei der speziell zugerichtete Gipsverbände zur schmerzfreien allmählichen Aufrichtung eines verschobenen Knochenfragmentes angelegt werden. In einigen Fällen ist eine alleinige Einrichtung eines Knochenbruchs in Narkose notwendig. Mehr als 90 % aller Frakturen im Wachstumsalter können unter Nutzung all dieser Möglichkeiten ohne operativen Eingriff behandelt werden.

Unter konservativer Frakturbehandlung verstehen wir Therapiekonzepte ohne operativen Eingriff, meistens sogar ohne die Notwendigkeit einer Narkose. Dabei steht im Vordergrund die Ruhigstellung der verletzten Extremität, meist in einem Gips- oder Kunststoffverband. Die Ruhigstellung ist gleichzeitig der wesentliche Schritt der Schmerzbehandlung. Die alleinige Ruhigstellung findet bei unverschobenen Brüchen genauso Anwendung, wie bei Frakturen deren Verschiebung oder Achsabweichung sich im weiteren Wachstum im Rahmen der Spontankorrekturfähigkeit des wachsenden Skeletts von selbst ausgleichen wird. Wird diese voraussichtlich überfordert, kann die sogenannte Gipskeilung angewendet werden, bei der speziell zugerichtete Gipsverbände zur schmerzfreien allmählichen Aufrichtung eines verschobenen Knochenfragmentes angelegt werden. In einigen Fällen ist eine alleinige Einrichtung eines Knochenbruchs in Narkose notwendig. Mehr als 90 % aller Frakturen im Wachstumsalter können unter Nutzung all dieser Möglichkeiten ohne operativen Eingriff behandelt werden.

Operative Behandlung

Nur wenn bei einer frischen Fraktur eine Fehlstellung vorliegt, die das noch zu erwartende Wachstum nicht korrigieren wird, oder wenn die Stabilität der verletzten Körperregion schwer gestört ist, sind operative Eingriffe notwendig. Diese können oft ambulant, in wenigen Fällen im Rahmen eines stationären Behandlungsaufenthaltes in der Universitätskinderklinik durchgeführt werden. Es stehen dazu die an den wachsenden Knochen adaptierten Osteosyntheseverfahren zur Verfügung, bei Jugendlichen werden selbstverständlich darüber hinaus Methoden aus der Erwachsenentraumatologie verwendet. Am häufigsten eingesetzt werden sogenannte Kirschner-Drähte, die Elastisch-Stabile Intramedulläre Nagelung (ESIN) und der Fixateure externe.
In den seltenen Fällen von Gelenkverletzungen werden bei Bedarf auch bei den jüngsten Patienten arthroskopische Methoden eingesetzt.

Posttraumatische Deformitäten

Ein wichtiges Arbeitsfeld ist die Behandlung von verbliebenen Fehlstellungen, Bewegungseinschränkungen oder Wachstumsstörungen nach Knochenbrüchen der Extremitäten bei Kindern und Jugendlichen. Neben der eingehenden Untersuchung steht hier das Erstellen einer Wachstumsprognose im Vordergrund. Ist eine spontane Besserung der Problematik nicht zu erwarten, können verschiedene modernste operative Korrekturmöglichkeiten, namentlich Umstellungs- und Verlängerungsosteotomien angeboten werden.  

Angeborene und erworbene Fehlbildungen 

Auf kinderorthopädischem Gebiet kann eine Vielzahl von angeborenen Fehlbildungen, erworbenen Unregelmäßigkeiten und Tumoren des Bewegungsapparates sowie akute und chronische Entzündungen des Skeletts behandelt werden. Hier stehen wohlbegründete Therapiekonzepte mit einer Folge von konservativen (Beobachtung, Krankengymnastik, Medikamente, Ruhigstellung etc.) und operativen (Rekonstruktion, Resektion, Osteotomie etc.) zur Verfügung.  

Brandverletzungen

Die Behandlung von Brand- und Verbrühungsverletzungen erfolgt wie alle anderen Behandlungen bei Kindern und Jugendlichen auch in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Universitätskinderklinik. Die Vermeidung von Komplikationen und Folgeschäden steht dabei im Vordergrund. Plastische Weichteileingriffe können durchgeführt werden. Bei schwergradigen und ausgedehnten thermischen Verletzungen erfolgt die Verlegung in kooperierende Schwerbrandverletztenzentren mit speziellen Kinderbetten.

Mehrfachverletzte und polytraumatisierte Kinder

Die Therapie mehrfachverletzter und lebensbedrohlich polytraumatisierter Kinder erfolgt interdisziplinär unter kindertraumatologischer Federführung mit Beteiligung aller notwendigen, spezialisierten Fachdisziplinen: Anästhesie, Abdominal- und Thoraxchirurgie, Neurochirurgie, aber auch Kieferchirurgie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Augenheilkunde, Urologie und Gynäkologie und natürlich Pädiatrie. Solche Kinder werden auf der Intensivstation der Universitätskinderklinik behandelt und gepflegt.