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Septische Chirurgie & Revisionsendoprothetik

Die Schwerpunkte liegen in der Behandlung bakterieller Entzündungen des Knochens und der Weichteile und in der Therapie von Endoprothesenlockerungen.

Therapie bakterieller Entzündungen

Bakterielle Infektionen des Knochens, der Gelenke, der Weichteile oder von Implantaten können über die Blutbahn, auf lymphogenem Weg oder durch direkte Kontamination entstehen. Abhängig von der Art der Infektion erfolgt die Behandlung nach den modernsten Leitlinien konservativ medikamentös oder operativ. Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist eine korrekte Diagnostik. Modernste diagnostische Verfahren sind durch eine enge Kooperation mit dem Zentrum für Radiologie, der Klinik für Nuklearmedizin und den Instituten für Medizinische Mikrobiologie und Pathologie gewährleistet.

Die Behandlung bakterieller Entzündungen des Knochens umfasst das gesamte Skelett einschließlich der Wirbelsäule. Die Therapieform muß dabei individuell unter Berücksichtigung von Faktoren wie zum Beispiel des Patientenalters und der lokalen Verhältnisse festgelegt werden. Bakterielle Entzündungen des Gelenkes sollten im Regelfall operativ behandelt, werden ebenso wie infizierte Implantate. Weichteilinfektionen können operativ (z. B. Abszesse) oder medikamentös (z. B. Erysipel) behandelt werden. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist in jedem Fall eine testgerechte oder korrekte Antibiotikabehandlung, die stets in enger Absprache mit dem Institut für Medizinische Mikrobiologie erfolgt.

Revisionsendoprothetik

Die Revisionsendoprothetik gewinnt in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung, was in einer stets steigenden Zahl an Wechseleingriffen Ausdruck findet. Dies ist vor allem auf eine steigende Lebenserwartung und eine zunehmende Verbreitung der Endoprothetik bei jüngeren Patienten zurückzuführen. Die Klinik verfügt über langjährige Erfahrungen in der Behandlung aseptischer und septischer (bakterieller) Endoprothesenlockerungen. Bakterielle Prothesenlockerungen werden dabei abhängig von individuellen Faktoren, wie dem Patientenalter, den knöchernen Verhältnissen und der Erregerresistenz gegenüber Antibiotika dem heutigen Stand der Wissenschaft entsprechend ein- oder zweizeitig (Wiedereinbau des Kunstgelenkes nach Infektsanierung) durchgeführt.

Spezialendoprothesen werden in einzel Fällen aufgrund besonderer anatomischer Verhältnisse notwendig. Dies kann beispielsweise bei einer fortgeschrittenen knöchernen Destruktion nach mehrfachen Prothesenwechseln oder Infektrevisionen notwendig werden. Diese Spezialimplantate ersetzen Gelenk und angrenzenden Knochen. In Einzelfällen werden bei Endoprotheseninfektionen auch silberbeschichtete Sonderprothesen eingesetzt.