Nierenzellkarzinom
Diagnostik und Therapie des Nierenzellkarzinoms
Das Nierenzellkarzinom ist insgesamt eine eher seltene Tumorerkrankung. Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor, jedoch können auch bestimmte Chemikalien und genetische Veränderungen die Tumorentstehung begünstigen. Es gibt erbliche Formen des Nierenzellkarzinoms. Bei der Mehrzahl der Fälle wird der Tumor zufällig im Rahmen einer Ultraschall- oder CT-Untersuchung entdeckt, bevor es überhaupt zu Symptomen kommt. In seltenen Fällen treten Flankenschmerzen oder Blut im Urin auf.
Bei bildgebendem Verdacht auf ein Nierenzellkarzinom erfolgt bei kleineren Tumoren oft zunächst eine Biopsie, um die Diagnose zu bestätigen. Bei größeren Tumoren oder eindeutigen Fällen wird direkt eine Operation des Tumors geplant. Wann immer möglich, streben wir hierbei den Organerhalt an, was in den meisten Fällen mithilfe der robotisch assistierten Nierenteilresektion möglich ist. Bei sehr großen Tumoren muss jedoch manchmal die gesamte Niere entfernt werden (Nephrektomie). Bei einem hohen Risiko für das Wiederaufflammen der Tumorerkrankung kann im Anschluss eine Immuntherapie angeboten werden.
Selbst wenn es bereits Absiedlungen (Metastasen) gibt, ist in manchen Fällen die Operation sinnvoll. Ansonsten steht dann die medikamentöse Tumortherapie im Vordergrund. Zum Einsatz kommen vor allem die Immuntherapie mit Checkpointinhibitoren sowie Tyrosinkinaseinhibitoren, aber auch neuere Wirkstoffe wie die HIF-2α-Inhibitoren.