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Station 2 - Depression und Trauma

SCHWERPUNKT

Auf der Station 2 werden überwiegend  - jedoch nicht ausschließlich - Menschen, die an einer depressiven Störung oder an einer Traumafolgestörung leiden, behandelt. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Behandlung von Traumafolgestörungen bei Geflüchteten dar.

BEHANDLUNGSKONZEPT

Depressive Störungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in der Allgemeinbevölkerung und können ebenso wie Traumafolgestörungen zu erheblichen Beeinträchtigungen im Alltag und in der Lebensqualität führen. Ziele der Behandlung sind die Entwicklung und Verbesserung von Strategien zur Krankheits- und Alltagsbewältigung unter Berücksichtigung individueller Ressourcen und Probleme. Die Behandlung auf der Station 2 erfolgt nach einem individuell auf die Patientin/den Patienten zugeschnittenen multimodalen Therapiekonzept, das psychopharmakologische, psychotherapeutische, biologische und soziotherapeutische Aspekte im Einzel- und Gruppensetting, aber auch aktivierende Maßnahmen wie Sport- und Bewegungstherapie berücksichtigt. Das individuell angepasste Behandlungsangebot beinhaltet neben gelebter Bezugspflege wöchentliche ärztliche oder psychologische therapeutische Einzelgespräche, ärztliche Mitbehandlung somatischer Erkrankungen sowie die Teilnahme an Stations- und Indikationsgruppen. Die Behandlung beinhaltet neben Psychoedukation zum besseren Verständnis der eigenen Erkrankung auch Maßnahmen zur Akzeptanz der Erkrankung und zum Abbau von (Selbst-)Stigmatisierung. Der Einbezug der Angehörigen, sofern dies sowohl von Seiten der/des Betroffenen als auch von deren Angehörigen gewünscht ist, ist für uns selbstverständlich. Es besteht eine engmaschige Kooperation mit niedergelassenen Fachärzten und psychologischen PsychotherapeutInnen, mit weiteren komplementären Einrichtungen und Institutionen, mit der Traumaambulanz der Klinik, dem Traumanetzwerk Mittelhessen, dem Psychosozialen Zentrum (PSZ) für Geflüchtete Menschen in Mittelhessen sowie der Refugee-Law Clinic.

Es stehen 22 vollstationäre Behandlungsplätze in 1- und 2-Bett Zimmern zur Verfügung. Neben den großzügigen Patientenzimmern (stehen) große und helle Gruppen- und Behandlungsräume, eine gut ausgestattete Küche, ein Kicker, Gesellschaftsspiele sowie eine Tischtennisplatte und Waschmaschinen zur Verfügung.

Zur Abkürzung des vollstationären Aufenthaltes, zur Vorbereitung der Entlassung und zur Wahrung der Beziehungskonstanz zum Patienten sind übergangsweise auch teilstationäre Behandlungssettings möglich. Durch eine Verzahnung mit dem Tagesklinischen und Ambulanten Therapeutischen Zentrum der Klinik (TATZ) kann teilstationären Patienten, die tagsüber im TATZ behandelt werden, zeitweise auch die Möglichkeit eines vollstationären Settings angeboten werden. Diese Flexibilität und Settingvariabilität bietet ein Maximum an Beziehungskonstanz.

BEHANDLUNGSANGEBOT

Diagnostisches Angebot:

Cerebrale Bildgebung (cMRT/CCT), EEG, EKG, Labor, Testpsychologie, Diagnostik und Therapie von  Begleiterkrankungen, Zusammenarbeit mit den somatischen Abteilungen des Universitätsklinikums.

Therapeutisches Angebot:

  • psychotherapeutische Einzelgespräche und Gruppentherapien
  • Psychoedukative Gruppen zu unterschiedlichen Themen (Trauma, Depression, Angst),
  • Stabilisierende Therapie traumatisierter Patienten, Einsatz imaginativer Verfahren
  • Individuelle und differenzierte medikamentöse Behandlung
  • Ergo- und Bewegungstherapie, Fitnessgruppen
  • G- TEP, eine Form der Gruppentherapie bei Traumafolgestörungen
  • EMDR (bei Patienten mit hinreichender Alltagsstabilität)
  • Stabilisierungs- und Imaginationsgruppen
  • German Skills Training für Geflüchtete
  • Gruppentraining sozialer Kompetenz
  • Lichttherapie
  • Entspannungstherapie (u.a. progressive Muskelrelaxation nach Jacobson), Yoga
  • Achtsamkeitsgruppen
  • Beratung in sozialen Fragen (Sozialdienst)
  • Aktivitätengruppen (Wandern, Koch- und Backgruppen, Freizeitaktivitäten),
  • Genussgruppen
  • Angehörigengespräche  
  • Schlafentzugsbehandlung und Lichttherapie
  • Ernährungsberatung in Kooperation mit der Berufsfachschule für Diätassistenz
  • Training alltagspraktischer Fähigkeiten (Koch- und Backgruppe, Wäsche waschen, Einkaufen etc.)
  • Moderne Ruheräume und individuelle Verpflegung

AUFNAHMEPROCEDERE

Anmeldungen erfolgen in der Regel über unsere Poliklinik und Institutsambulanz. Patienten, die in der Vergangenheit bereits auf der Station behandelt wurden, können sich in einer akuten Krise auch direkt an die Station wenden.

KONTAKT

Telefon: 0641 985 45728
Fax: 0641 985 45729

LEITUNGSTEAM

Ärztliche Leitung: Dr. Bernd Hanewald
Pflegerische Leitung: Frank Stapf-Teichmann

BESUCHSZEITEN

Besuche sind in der Regel von 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr möglich. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Teilnahme an den Therapien gewährleistet ist und nicht  durch Besuche beeinträchtigt wird.

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Stationäres Angebot - Depression und Trauma

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