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Erkrankungen der Speiseröhre und des Magens

Die bösartigen Tumore der Speiseröhre und des Magens fallen häufig durch Schluckbeschwerden oder Übelkeit, Schmerzen im Oberbauch, Gewichtsverlust oder Blut im Stuhlgang auf. Je nach Sitz, Größe und Bösartigkeit des Tumors sind verschiedene Operationen möglich, vom Ausschneiden des Tumors aus dem Magen bis hin zur kompletten Entfernung des Magens bzw. der Speiseröhre. Oberstes Gebot ist die vollständige Entfernung des Krebses, so dass das Risiko eines erneuten Tumorwachstums so gering wie möglich ist.
Daneben ist selbstverständlich die Wiederherstellung der Kontinuität der Speisepassage immens wichtig für die Lebensqualität unserer Patienten. Nach Entfernungen des Magens kann der Dünndarm mit dem Ende der Speiseröhre verbunden werden. Bei Operationen an der Speiseröhre kann durch einen schlauchförmig umgewandelten Magen eine „neue“ Speiseröhre im alten „Speiseröhrenlager“ oder hinter dem Brustbein hochgezogen und an das obere Ende der Speiseröhre genäht werden. Im  Jahr 2014 wurden 25 Speiseröhrenentfernungen an der Klinik durchgeführt.
Auch wenn bei beiden Operationen das Reservoir des Magensacks wegfällt, kann der Patient nach Abschluss der Heilung wieder relativ normal leben, wenn er darauf achtet, etwa 6-8 kleine Mahlzeiten statt der üblichen 3 Hauptmahlzeiten zu essen.
Neben bösartigen Erkrankungen können chirurgische Eingriffe beispielsweise auch bei durchgebrochenen Magengeschwüren oder auch bei Zwerchfellbrüchen empfehlenswert sein, bei denen es zu starkem Sodbrennen (Refluxkrankheit) kommt. Selten sind Aussackungen der Speiseröhre, in denen sich Speisebrei sammelt und zu Schluckbeschwerden führt. Auch diese können chirurgisch abgetragen werden.