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HLA-Labor

Im HLA-Labor führen wir die erforderlichen serologischen und molekulargenetischen Untersuchungen zur Vorbereitung der
Organ-, Blutstammzell- und Knochenmarktransplantation sowie Immunphänotypisierungen („Immunstatus“) durch. Ferner werden Untersuchungen zum Nachweis krankheitsassoziierter genetischer Marker (z. B. für hereditäre Hämochromatose) durchgeführt. Unseren Begleitschein für die Einsendung von Blutproben externer Patienten finden Sie hier.


Anschrift

 Zentrum für Transfusionsmedizin, HLA-Labor, Langhansstr. 7, 35392 Gießen
Bei Fragen zum Versand: 0641/985-41525 (EFI-akkreditiert)

 

Laborleitung

 

 

 Prof. Dr. G. Bein      OÄ Dr. S. Wienzek-Lischka    Prof. Dr. H. Hackstein (Stammzellen)
 0641/985-41500 0641/985-41524 0641/985-41502

Aktualisiert am: 06.01.2015


HLA-Klasse I/II Antikörperscreening

HLA-Klasse I/II Antikörper-
differenzierung

Lymphozyten-Crossmatch (LCT) (serologische Verträglichkeitsprobe im HLA-System) Molekularbiologische Bestimmung der
HLA-Klasse I (A/B/C)-Merkmale

Molekularbiologische Bestimmung der
HLA-Klasse II (DR/DQ)-Merkmale

HFE-Gen (hereditäre Hämochromatose)

HLA-B27-Bestimmung Immunphänotypisierung (syn Immunstatus)
CD34-Bestimmung (Stammzellen) Lymphozytäre Autoantikörper    

 

Transplantationsimmunologie

HLA-Klasse I/II Antikörperscreening
Das HLA-Klasse I / II Antikörperscreening erfasst klinisch relevante Anti-HLA Antikörper der Klasse I und II und ist Bestandteil der Vorbereitung von Organtransplantationen.
Analyt Anti-HLA Antikörper im Serum
Indikation Nachweis von HLA-Antikörpern vor / nach Organ- oder Knochenmarktransplantation oder vor Thrombozytentransfusion (bei HLA-sensibilisierten Patienten)
Material 3ml Serum (7,5ml Röhrchen Nativ)
Methode Mikrolymphozytotoxizitätstest, ELISA, Luminex
Referenzbereich Negativ
Bewertung Das Erfassen von Anti-HLA Antikörpern ist bei der Vorbereitung und Verlaufskontrolle von Organtransplantationen (Niere, Herz und Lunge) erforderlich. Weiterhin können Anti-HLA Klasse I Antikörper einen Refraktärzustand gegen Thrombozytentransfusionen bei HLA-sensibilisierten Patienten verursachen.
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HLA-Klasse I/II Antikörperdifferenzierung
Die HLA-Klasse I / II Antikörperdifferenzierung erfasst die Spezifität von Anti-HLA Antikörpern durch die Testung des Serums gegen Testlymphozyten (Panelzellen) oder festphasengebundene Antigene, die die wesentlichen HLA-Antigene in bekannter Verteilung aufweisen.
Analyt Anti-HLA Antikörper im Serum
Indikation Nachweis von spezifischen HLA-Antikörpern vor/nach Organ- oder Knochenmark-Transplantation oder vor Thrombozytentransfusion (bei HLA-sensibilisierten Patienten) bzw. nach Transfusionszwischenfällen bei gegebener Indikation.
Material 3ml Serum; Nieren Tx-Patienten: 10 ml Serum bzw. 30 ml Nativblut
Methode Mikrolymphozytotoxizitätstest, ELISA, Luminex
Referenzbereich Negativ
Bewertung Der Nachweis spezifischer Anti-HLA Antikörpern ist zur Vorbereitung und Verlaufskontrolle von Transplantationen solider Organe (Niere, Herz und Lunge) erforderlich. Weiterhin können Anti-HLA Klasse I Antikörper einen Refraktärzustand gegen Thrombozytentransfusionen bei HLA-sensibilisierten Patienten verursachen.
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Lymphozyten-Crossmatch (LCT) (serologische Verträglichkeitsprobe im HLA-System)
Das Lymphozyten-Crossmatch erfasst klinisch relevante Anti-HLA Antikörper zwischen Spender und Empfänger bei der Vorbereitung von Organ- und Knochenmarktransplantationen.
Analyt Anti-HLA Antikörper im Serum
Indikation Verträglichkeitsuntersuchung auf präformierte Anti HLA-Antikörper vor Organ- oder Knochenmarktransplantation und HLA-ausgewählter Blutpräparate.
Material Empfänger: 10ml Serum; Spender: 10ml Heparin-Blut, Milz, Lymphknoten
Methode Mikrolymphozytotoxizitätstest
Referenzbereich Negativ
Bewertung Ein positives Ergebnis des Lymphozyten-Crossmatch schließt in der Regel eine Organtransplantation zwischen den jeweiligen Spendern und Empfängern aus.
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Molekularbiologische Bestimmung der HLA-Klasse I (A/B/C)-Merkmale
Die molekulargenetische Bestimmung der HLA-Merkmale erfolgt auf Antigen- (2-digit) und Allelebene (4-digit).
Analyt HLA-Klasse I-Merkmale
Indikation Molekularbiologische Bestimmung der HLA-Merkmale von Spender und Empfänger vor Organ- oder Blutstammzelltransplantation; Abklärung von Krankheitsassoziationen. Typisierung von freiwilligen Spendern für unsere Knochenmarkspenderkartei.
Material 10ml EDTA-Vollblut
Methode Polymerase-Kettenreaktion (PCR); Amplifizierung von HLA-Zielsequenzen mittels sequenz-spezifischer Primer (PCR-SSP) und Detektion in der Gel-Elektrophorese; Alternativ PCR-SSO, DNA-Sequenzierung.
Referenzbereich entfällt
Bewertung Die Bestimmung der HLA-Merkmale ist zur Spenderauswahl bei der Vorbereitung von Transplantationen solider Organe und der Knochenmark- bzw. Blutstammzelltransplantation erforderlich.
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Molekularbiologische Bestimmung der HLA-Klasse II (DR/DQ)-Merkmale
Die molekulargenetische Bestimmung der HLA-Merkmale erfolgt auf Antigen- (2-digit) und Allelebene (4-digit).
Analyt HLA-Klasse II-Merkmale
Indikation Molekularbiologische Bestimmung der HLA-Merkmale von Spender und Empfänger vor Organ- oder Blutstammzelltransplantation; Abklärung von Krankheitsassoziationen (z.B. Zöliakie, Narkolepsie und weitere: Bitte Verdachtsdiagnose angeben)
Material 10ml EDTA-Vollblut
Methode Polymerase-Kettenreaktion (PCR); Amplifizierung von HLA-Zielsequenzen mittels sequenz-spezifischer Primer (PCR-SSP) und Detektion in der Gel-Elektrophorese; Alternativ PCR-SSO Sequenzierung
Referenzbereich entfällt
Bewertung Die Bestimmung der HLA-Merkmale ist zur Spenderauswahl bei der Vorbereitung von Transplantationen solider Organe und der Knochenmark- bzw. Blutstammzelltransplantation erforderlich.
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HFE-Gen (hereditäre Hämochromatose)
Molekulargenetische Bestimmung und Analyse von Mutationen des HFE-Gens.
Analyt Molekularbiologische Bestimmung der HFE-Merkmale
Indikation V.a. auf Hämochromatose
Material 3ml EDTA-Vollblut
Methode Polymerase-Kettenreaktion (PCR); Amplifizierung von HFE-Zielsequenzen mittels sequenz-spezifischer Primer (PCR-SSP) und Detektion in der Gel-Elektrophorese.
Referenzbereich entfällt
Bewertung Verschiedene Genotypen des HFE-Gens sind mit einer erhöhten Inzidenz für die hereditäre Hämochromatose assoziiert.
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HLA-B27-Bestimmung
Bestimmung und Analyse des Vorhandenseins des HLA-B27-Merkmals
Analyt Molekularbiologische Bestimmung des HLA B27-Merkmals
Indikation Abklärung von Krankheitsassoziation
Material 5ml EDTA-Vollblut
Methode Polymerase-Kettenreaktion (PCR); Amplifizierung von HLA-Zielsequenzen mittels sequenz-spezifischer Primer (PCR-SSP) und Detektion in der Gel-Elektrophorese.
Referenzbereich entfällt
Bewertung HLA-B27 ist bei über 90% der Patienten mit Morbus Bechterew nachweisbar und stellt somit einen wesentlichen Beitrag zur Diagnostik dieser Erkrankungen dar.
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Immunphänotypisierung (syn Immunstatus)
Unter dem Immunstatus versteht man die Quantifizierung von Lymphozytensubpopulationen (T Lymphozyten, T Helfer Zellen, T Killer Zellen, Natürliche Killerzellen, B Lymphozyten) im peripheren Blut mittels Durchflusszytometrie.
Analyt Lymphozytenpopulationen durch Bindung an spezifische Antikörper
Indikation Verdacht auf angeborenen oder erworbenen Immundefekt
Material Kinder 2ml EDTA Blut, Erwachsene 10ml EDTA Blut
Methode Durchflusszytometrie
Referenzbereich Altersabhängig
Bewertung Im Vergleich zu altersabhängigen Referenzwerten
Differenzialdiagnosen Medikamentös induzierte Immundefizienz, z. B. nach B Zelldepletion durch Rituximab
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CD34-Bestimmung (Stammzellen)
Es werden CD34-positive Stammzellen quantitativ erfasst.
Analyt CD34-positive Stammzellen
Indikation Bestimmung der Blutstammzellen aus Knochenmark oder peripheren Blutstammzellkonzentraten oder aus peripherem Blut vor Stammzellapherese
Material 3ml EDTA-Blut
Methode Durchflusszytometrie mit monoklonalen Antikörpern gegen Blutstammzellen (CD45+/CD34+)
Referenzbereich Negativ
Bewertung Quantitative Bestimmung der Konzentration von CD34-positiven Zellen in Knochenmark- bzw. Blutstammzellpräparaten.
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Lymphozytäre Autoantikörper
Lymphozytäre Autoantikörper können das Ergebnis des Lymphozyten-Crossmatch (serologische Verträglichkeitsprobe im HLA-System) beeinflussen.
Analyt HLA Autoantikörper
Indikation Nachweis von HLA-Autoantikörpern vor bzw. nach Transplantation
Material 2ml Serum und 10ml Heparin-Blut
Methode Mikrolymphozytotoxizitätstest
Referenzbereich Negativ
Bewertung Das Vorhandensein von lymphozytären Autoantikörpern kann das Ergebnis des Lymphozyten-Crossmatch verfälschen.
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