A A A

Mechanische Kreislaufunterstützung und Kunstherz

Infolge eines Herzinfarktes und nach Eingriffen am Herzen bei erheblich vorgeschädigten Herzen kann es zum Auftreten eines Herzversagens kommen, welches medikamentös nur unzureichend behandelt werden kann. Die Anwendung mechanischer Kreislaufunterstützung stellt in dieser Situation eine Therapieoption dar. Mittels einer intraaortalen Ballonpumpe ( Abb. 1) kann in vielen Fällen die Herzfunktion soweit unterstützt werden, dass es zu einer adäquaten Erholung der Pumpfunktion des Herzens kommt. Führt auch diese Therapie nicht zum Erfolg, kommt eine modifizierte Herzlungenmaschine zum Einsatz (ECMO), die die Funktion von Herz und Lunge ersetzt . Die ECMO kommt auch zum Einsatz bei akuter Ateminsuffizienz, wenn mittels Beatmung Patienten nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden können. Hier besteht einen enge Kooperation mit der Pneumologie bei der Versorgung dieser Patienten.

Kommt es unter der Anwendung der oben genannten Methoden der Kreislaufunterstützung nicht zu einer Erholung des Herzens, besteht die Option eine
Pumpe (Assist device,Abb.2) zu implantieren, die die Funktion des Herzens auf Dauer übernimmt und den Patienten das Leben erhält. Fortschritte bei der Entwicklung von Assist Device gaben in Fachkreisen Anlass die Frage zu diskutieren, ob die Implantation dieser Pumpen eine Alternative zur Herztransplantation darstellt.
Die Ergebnisse beim Einsatz dieser Herzkreislaufunterstützungspumpen sind über einen Zeitraum von 2 Jahren betrachtet den Ergebnissen der Herztransplantation vergleichbar, wenn die Implantation erfolgt bevor aus einem Versagen des Herzens eine Schädigung der Nieren und Leber resultiert.

 

                               

 Mit freundlicher Erlaubnis der Maquet AG (Abb.1)     

 

 

Mit freundlicher Erlaubnis der Berlin Heart GmbH (Abb.2)