A A A
-->

Kernspintomographie (MRT)

Im Unterschied zur Computertomographie wird in der Kernspintomographie ein starkes Magnetfeld eingesetzt. Die Durchstrahlung des menschlichen Körpers mit Röntgenstrahlen ist nicht erforderlich. Der zu untersuchende Patient liegt in einem großen, röhrenförmig angeordneten Magneten, in dessen Magnetfeld vor allem die Verteilung von Protonen erfasst wird.

Die Kernspintomographie besitzt im Allgemeinen eine  geringere räumliche Auflösung als die Computertomographie, dafür aber eine wesentlich höher Kontrastauflösung, so dass vielfach ohne Gabe von Kontrastmittel krankhafte Prozesse auf wenig eingreifende Weise sichtbar gemacht werden können. Unser Kernspintomograph ist für die speziellen Belange der Hirn- und Wirbelsäulenuntersuchungen ausgelegt und vermag krankhafte Veränderungen in hoher Auflösung darzustellen.
Auch die Darstellung von Hirngefäßen oder den Folgen von Hirndurchblutungsstörungen sind mit der Kernspintomographie sehr einfach durchzuführen.

Im Kernspintomographen (MRT, Kernspin, „Röhre“) werden Bilder mit Hilfe von Magnetfeldern und Hochfrequenzanregung der Wasserstoffprotonen im Körper gewonnen. Die angeregten Protonen geben diese Energie mit gewebespezifischen Merkmalen wieder ab. Daraus errechnet der Computer dann Bilder der entsprechenden Körperregion. Es werden im Wesentlichen Untersuchungen des Gehirns mit der Frage nach einem frischen Schlaganfall, Tumorleiden, degenerativen oder entzündlichen Veränderungen (z.B. Multiple Sklerose) und Gefäßveränderungen als auch der Wirbelsäule mit der Frage nach Bandscheibenvorfällen, Tumoren des Rückenmarkkanales und traumatischen Veränderungen angefertigt.
Die zu untersuchende Körperregion liegt in der Mitte der „Röhre“. Ohrenstöpsel dämpfen den technisch bedingten Lärm des Gerätes. Die Untersuchungen dauern je nach Fragestellung zwischen ca. 15 und 50 Minuten. Wichtig für eine gute Qualität ist das ruhige Liegen des zu Untersuchenden.
Patienten mit Herzschrittmachern, Medikamentenpumpen, Stimulationssonden und einigen anderen metallischen, „magnetisierbaren“ Implantaten können nicht untersucht werden. Hierüber gibt der Implantatpass meist Auskunft.
Nichtmagnetisierbare Implantate (z.B. Titan) sind keine Gegenanzeige gegen die Untersuchung, können aber die Bildqualität durch Artefakte beeinflussen.
Das Mitnehmen von Kleingeld, Schlüsseln, Magnetkarten etc. in den Untersuchungsraum ist nicht möglich. Hierfür stehen zur Aufbewahrung Kabinen bzw. Schließfächer zur Verfügung.