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Computertomographie (CT)

Die Computertomographie ist prinzipiell ein Dichtemessgerät zur Bestimmung der Dichte von verschiedenen Körpergeweben. Die Computertomographie arbeitet mit Röntgenstrahlen, die vom menschlichen Körper in verschiedenem Umfang absorbiert werden. Mit der Computertomographie lassen sich sehr schnell und einfach Dichteverteilungsbilder des menschlichen Körpers, hier speziell des Gehirns und Wirbelkanals, erstellen. Die Ableitungen dauern heute nur noch wenige Sekunden. Speziell im perioperativen Bereich spielt die Computertomographie nach wie vor eine bedeutende Rolle, mit besonderem Schwerpunkt können vor allem Skeletterkrankungen diagnostiziert werden.

In der Computertomographie können sowohl die Arterien als auch die Venen des menschlichen Körpers nach Gabe von Röntgenkontrastmittel in eine Armvene prägnant dargestellt werden. Damit sind Veränderungen an den Arterien, wie zum Beispiel Gefäßeinengungen oder an den Venen, wie zum Beispiel Gefäßthrombosen in sehr kurzer Zeit und unkompliziert darzustellen.
Selbst im Bereich der Gewebedurchblutung durch kleinste Gefäße (Kapillaren) ist mit Hilfe der Computertomographie eine Messung der regionalen Durchblutung, des regionalen Blutvolumens sowie der regionalen Strömungsgeschwindigkeiten möglich. Unsere Abteilung hat sich im besonderen Maß auf die Bestimmung der Gewebeperfusion spezialisiert.
Mit Hilfe der Computertomographie kann zielgenau nahezu jeder Bereich des menschlichen Körpers aufgesucht und biopsiert werden. Auch schmerzlindernde Eingriffe, wie zum Beispiel das Umspritzen von Nervenwurzeln, die aus dem Rückenmark austreten (PRT), können im Rahmen spinaler Schmerzbehandlungen durchgeführt werden.

Die Computertomographie wird zur Notfalldiagnostik von Patienten mit Verletzungen von Schädel und Wirbelsäule, mit Schlaganfällen (Stroke), Hirnblutungen oder mit Tumoren bzw. Verletzungen von Gesicht und Hals genutzt. Unser 16-Zeilen-MSCT erlaubt eine schnelle Diagnostik ohne und mit Kontrastmittelgabe, z.B. auch die Gefäßdarstellung der Halsgefäße bei Engstellen (Stenosen) oder der hirnversorgenden Gefäße zum Nachweis oder Ausschluß von Aussackungen (Aneurysmen). Die Untersuchungsdauer beträgt wenige Minuten. Aus den Datensätzen können Bildrekonstruktionen in vielen Ebenen angefertigt werden, so dass die weiterbehandelnden Ärzte eine genaue Vorstellung der krankhaften Veränderungen und der Lagebeziehung zu wichtigen Strukturen erhalten.
Kontrastmittelanwendungen sind nicht möglich bei Allergien auf Jod oder Fremdeiweissstoffe, einer Schilddrüsenüberfunktion, einer Schilddrüsenentzündung (Hashimoto) oder bei Nierenschädigungen. Hier muss im einzelnen Fall eine spezielle Untersuchungstartegie entwickelt werden. Tabletten zur Blutzuckertherapie mit dem Wirkstoff Metformin müssen vor der Untersuchung abgesetzt werden.
Die minimalinvasive Schmerztherapie erfolgt unter CT-Kontrolle zum Beispiel zur Umflutung von Nervenwurzeln an der Lenden- und Halswirbelsäule sowie zur Blockade von Facettengelenken (kleine Wirbelgelenke).
Diagnostische Feinnadelpunktionen zur Gewebegewinnung aus Raumforderungen an/ um Wirbelsäule bzw. Schädel tragen zur Therapieplanung bei.