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Magnetresonanztomographie

Das Kinderherzzentrum Gießen - deutschlandweit eines der größten und europaweit führend bei Herztransplantationen von Säuglingen und Kindern - ist jetzt mit einem der weltweit modernsten Magnetresonanztomographen (3 Tesla MRT) ausgestattet

Zusammen mit einer neuen Herzkatheteranlage dient die rund drei Millionen Euro teure Diagnostik- und Therapiestraße in erster Linie der Forschung. Ziel ist es, bei Neugeborenen, Kindern und Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler die Diagnostik und medizinische Behandlung langfristig zu verbessern.

Die Darstellung des Herzens stellt wegen seiner stetigen Bewegung eine besondere Herausforderung dar und konnte erst in den letzten 10 Jahren aufgrund neuer MRSequenzen in die klinische Routine aufgenommen werden. Das Prinzip zur Bilderzeugung in der MRT beruht auf der Einbringung des Körpers in ein starkes Magnetfeld. Durch Einsenden von Radiowellen wird im Körper ein Signal erzeugt, welches durch einen leistungsfähigen Computer zu einem Bild umgerechnet werden kann. Im Gegensatz zu anderen bildgebenden Verfahren wie etwa der Computertomographie, des konventionellen Röntgens oder Nuklearmedizinischer Techniken, entsteht bei der MRT für die Kinder keine Strahlenbelastung.

Die MRT ist eine sehr sichere und nebenwirkungsarme Untersuchung. Seit dem ersten klinischen Einsatz sind bisher keine Schäden bekannt geworden. Während der Untersuchung treten sehr selten Schwindelgefühl oder Ohrgeräusche auf, die in der Regel danach wieder verschwinden. Sehr selten kann es zu Hauterwärmungen im Bereich von Tätowierungen oder Make-up kommen.