Ein Unternehmen der RHÖN-KLINIKUM AG
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IAHS – Herzsprechstunde Schwangerschaft

INTERDISZIPLINÄRE AMBULANZ FÜR HERZERKRANKUNGEN IN DER SCHWANGERSCHAFT (IAHS)

 

In unserer interdisziplinären Sprechstunde der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, der Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin sowie der Klinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Marburg betreuen wir Frauen mit Bluthochdruck sowie angeborenen oder erworbenen  Herzerkrankungen in der Schwangerschaft.
Unser Ziel ist es, Mutter und Kind während der gesamten Schwangerschaft und im Wochenbett gemeinsam medizinisch zu begleiten – in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Frauenärztinnen und -ärzten.

Bluthochdruck in der Schwangerschaft – Risiken und Bedeutung

Bluthochdruck betrifft etwa 6–8 % aller Schwangeren. Er kann bereits vorbestehen oder sich erst im Verlauf der Schwangerschaft entwickeln. Unbehandelt kann er die Versorgung und das Wachstum des Kindes beeinträchtigen und langfristig das Herz-Kreislauf-System der Mutter schädigen. In der Folge können Komplikationen wie Präeklampsie, Eklampsie, das HELLP-Syndrom auftreten, die oft unter dem Begriff der „Schwangerschaftsvergiftung“ zusammengefasst werden. Diese Komplikationen treten meist ab der 20. Schwangerschaftswoche auf und äußern sich durch Bluthochdruck und eine vermehrte Eiweißausscheidung im Urin; auch andere Organe wie Leber und Gehirn können betroffen sein. Es kann dadurch zu schwerwiegenden Folgen für Mutter und Kind haben.

Frauen mit bestehenden Herz-Kreislauferkrankungen oder Bluthochdruck weisen ein erhöhtes Risiko für diese Komplikationen auf und sollten daher engmaschig überwacht und individuell behandelt werden. Eine gezielte medikamentöse Therapie trägt entscheidend zur Sicherheit und zum Wohlbefinden von Mutter und Kind bei.

Vorsorge und Risikoeinschätzung

Eine frühzeitige Einschätzung des individuellen Risikos für eine Präeklampsie ist für alle Schwangeren im Rahmen der Screeninguntersuchung zwischen der 12. und 14. Schwangerschaftswoche möglich. Dabei werden anamnestische Faktoren, Blutdruckwerte (MAP) sowie sonografische Parameter mütterlicher und kindlicher Gefäße erfasst.
So lässt sich das Risiko für das Auftreten einer Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) frühzeitig abschätzen.

Bei einem erhöhten Risiko wird die präventive Einnahme von niedrig dosiertem Aspirin (150 mg/Tag vor der 16. Schwangerschaftswoche) empfohlen. Diese Maßnahme kann das Risiko einer Präeklampsie mit Frühgeburt nachweislich deutlich senken.

Unser Angebot – Interdisziplinäre Betreuung

In der gemeinsamen Spezialsprechstunde erfolgt eine umfassende Beratung und Betreuung durch Expertinnen und Experten auf den Gebieten Geburtshilfe, Innere Medizin und Kardiologie. Wir begleiten unsere Patientinnen gemeinsam während der gesamten Schwangerschaft und im Wochenbett – ergänzend zur regulären Schwangerschaftsbetreuung durch den niedergelassenen Gynäkologen.

Termine

Freitag 8:00 - 13:00 Uhr

Terminvereinbarungen telefonisch 06421 - 586 4546

Ihre Ansprechpartnerinnen:

Dr.med. Corinna Keil – Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Dr. med. Stella Syntila - Klinik für Kardiologie