Systemische Neurowissenschaften bei psychischen Erkrankungen
Die Arbeitsgruppe untersucht insbesondere die neuronalen Mechanismen der Wahrnehmung, den Einfluss von Handlungen auf die Wahrnehmung und die Ursachen für eine veränderte Wahrnehmung bei Menschen mit psychotischen Symptomen. Wir sind in der Regel sehr gut in der Lage, selbst erzeugte Reize von fremden zu unterscheiden. Wenn wir beispielsweise an eine Tür klopfen, können wir in der Regel problemlos erkennen, dass das Klopfen das Ergebnis unserer eigenen Handlungen ist. Manche Patienten mit Schizophrenie haben jedoch Schwierigkeiten, selbst erzeugte von fremden Reizen zu unterscheiden. Welche neuronalen Mechanismen liegen der Selbst-Fremd-Unterscheidung bei gesunden Menschen zugrunde und wie können Störungen dieser Mechanismen zu psychotischen Symptomen führen?
Um diese Fragen zu beantworten, verwenden wir Verhaltensmethoden, fMRT und Hirnstimulation.
Für weitere Informationen über die Arbeitsgruppe, siehe www.bvankemenade.com.
Leitung/Kontakt
Prof. Dr. Bianca van Kemenade
Ausgewählte Publikationen
Uhlmann, L., Pazen, M., van Kemenade, B.M., Kircher, T., & Straube, B. (2021). Neural correlates of self-other distinction in patients with schizophrenia spectrum disorders: The roles of agency and hand identity. Schizophrenia Bulletin, 47(5):1399-1408
Van Kemenade, B.M., Arikan, B.E., Podranski, K., Steinsträter, O., Kircher, T., & Straube, B (2019). Distinct roles for the cerebellum, angular gyrus and middle temporal gyrus in action-feedback monitoring. Cerebral Cortex, 29(4), 1520–1531.