A A A
-->

Fetalpathologische Untersuchungen

Untersuchungen und Einsender

Fetalpathologische Untersuchungen dienen

  • der Klärung von Abortursachen
  • der Bestätigung oder Korrektur einer pränatalen (Ultraschall-) Diagnose
  • der erweiterten Fehlbildungs- und Dysmorphiediagnostik
  • der Zuordnung pränatal diagnostizierter Fehlbildung oder erkennbarer Dysmorphien zu einem genetischen Syndrom bzw. dem Syndromausschluß
  • dem Erkenntnisgewinn über fetale Manifestationsformen genetischer Entwicklungsstörungen

Fetalpathologische Untersuchungen sind damit die Voraussetzung

  • für ein aufklärendes Gespräch mit den Eltern, z.B. im Rahmen einer genetischen Beratung
  • für weiterführende genetische Untersuchungen in der Familie
  • für Aussagen zum Wiederholungsrisiko
  • für gezielte pränataldiagnostische Maßnahmen bei nachfolgenden Schwangerschaften

Fetalpathologische Untersuchungen umfassen

  • eine ausführliche bildliche, röntgenologische und schriftliche Dokumentation von äußeren und inneren Merkmalen
  • eine Asservierung von fetalem Gewebe für direkte oder spätere cyto- bzw. molekulargenetische  Analysen
  • die makroskopische und histologische Befunderhebung
  • die Befundinterpretation unter Berücksichtigung der klinischen Daten und der relevanten aktuellen Literatur

Voraussetzungen für effektive fetalpathologische Untersuchungen sind

  • die Übersendung von Fetus und Plazenta in frischem, d.h. unfixiertem Zustand
  • die Übermittlung von Daten zur Familien- und Schwangerschaftsanamnese und zu den zuvor erhobenen Befunden (z.B. US- u. pränatale Chromosomenanalyse)
  • die telefonische Vorankündigung (Dr. Schoner, Tel.: 06421/ 58-62463/ -62233/ -62270)

Versandmodalitäten

Für den Versand von Untersuchungsmaterial möchten wir Sie bitten, den Fetus in einer dicht verschließbaren „Box“ mit Eisakkus in einen Styroporbehälter oder haushaltsüblichen Kühlbehälter (-box) zu legen und zusammen in einem Postkarton an folgende Adresse zu versenden:

Prof. Dr. Roland Moll
Institut für Pathologie (AG Fetalpathologie)
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Marburg
Conradistraße
35043 Marburg

Dürfen wie Sie bitten, mit den tiefgefrorenen Eisakkus den Kühlbehälter auszukleiden und Fetus und ggf. Plazenta vorgekühlt (nativ, nicht formalinfixiert) - durch Zellstoff oder Stoff geschützt - so einzulegen, dass kein Kontakt zwischen Gewebe und Eisakkus besteht.
Sollte jedoch der Fetus an einem Wochenende ausgestoßen werden, bitten wir Sie, ihn kühl aufzubewahren (bei +4°) und spätestens am Montag per Postexpress an uns weiterzuleiten.
Für eine telefonische Nachricht über den Absendetermin und Angabe des Befund- und Rechnungsempfängers wären wir Ihnen dankbar.
Ferner benötigen wir das ausgefüllte Auftragsformular und die von einem Elternteil unterschriebene Einverständniserklärung zur Obduktion.

Formulare

Die Formulare zur Anforderung fetalpatholischer Untersuchungen liegen im PDF-Format vor, Sie benötigen daher zur Anzeige den kostenlosen Acrobat-Reader der Firma Adobe.