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Photopherese

Die extracorporale Photopherese (ECP) ist eine zellbasierte immunmodulierende Therapie, bei der autologe Leukozyten mittels Photoaktivierung durch Psoralen und UV-Bestrahlung apoptotisch werden und nach autologer Transfusion eine Immunreaktion auslösen, die einen tolerogenen Effekt als auch einen Anti-Tumor-Effekt auslösen.

Die Durchführung erfolgt bei uns mittels Sammlung eines Buffy coats via Apherese im Einnadelverfahren und anschließender Präparation und Retransfusion also das sogenannte "offline System". Die Therapie wird wöchentlich oder 14-tägig an 2 aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt. Die Dauer richtet sich nach der Klinik.

Die ECP gilt als Erstlinientherapie des Sezary-Syndroms und als Zweitlinientherapie der Corticoidrefraktären GVHD nach Stammzelltransplantation. Des weiteren hat sich die ECP als fester Therapiestandard nach Lungen- und Herztransplantation etabliert bei Abstoßungsreaktionen. Zahlreiche weitere Indikationen sind in der Leitlinie von Schwartz im Journal of Clinical Apheresis 31:149–338 (2016) aufgelistet, dazu zählen nahezu alle Arten von Abstoßungsreaktionen nach solider Organtransplantation und Autoimmunerkrankungen (hier als Drittlinientherapie).

Voraussetzung sind gute Venenverhältnisse für eine periphere Apherese oder die Anlage eines ZVK. Der Zugang wird bei Aufklärung in der Blutspende festgelegt. Bitte melden Sie Ihre Patienten schriftlich (siehe Formular) und telefonisch bei uns an, damit die Termine koordiniert werden können (61753 oder 62406)

Sollten Sie kein Roxtra Zugang haben, um auf das Formular zugreifen zu können, besteht die Möglichkeit, dies unter dem Punkt "Klinische Hämotherapie" herunterzuladen.