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Schlafbezogene Atmungsstörungen

Tagesmüdigkeit aufgrund von gestörtem nächtlichen Schlaf durch Atembehinderung im Rachenbereich sind die wichtigsten Zeichen einer obstruktiven Schlafapnoe. Diese Erkrankung kann je nach Ausprägung schwere Folgen auf das Herz-Kreislaufsystem und die Lunge haben und z.B. auch das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen.

Die am häufigsten verschriebene Therapie ist noch immer die nächtliche Behandlung mit Geräten, welche den Atemweg durch eine Überdruck-Atemmaske offen halten (CPAP). Führt diese Therapie nicht zum Erfolg oder wird vom Patienten abgelehnt bzw. nicht vertragen, gibt es alternative Verfahren, die die Atmungsstörung verbessern können.

Die schlafmedizinische HNO-Untersuchung beinhaltet die Spiegeluntersuchung der oberen Atemwege sowie klinische und apparative Testungen. Ziel ist es, mögliche Engstellen des Atemweges zu identifizieren, welche zur Verlegung des Atemweges während des Schlafes führen können oder welche die Versorgung mit der CPAP-Maske erschweren. Sofern noch keine Schlafdiagnostik erfolgt ist, kann eine ambulante oder stationäre Schlafmessung (Polygraphie) bei uns erfolgen. In ausgewählten Fällen ist eine spezielle Spiegeluntersuchung in einer schonenden Kurznarkose sinnvoll, welche das Verhalten der Atemwege im Schlaf simuliert.

In Zusammenschau der Befunde wird bewertet, ob eine operative Korrektur des oberen Atemweges sinnvoll und möglich erscheint. So kann in manchen Fällen eine Korrektur der Nasenscheidewand oder der Nasenmuscheln erfolgen, wenn eine behinderte Nasenatmung die Versorgung mit einer CPAP-Maske erschwert. Sofern die Engstelle des Atemweges im Bereich des weichen Gaumens liegt, kann hier eine straffende Operation in Kombination mit einer Entfernung der Gaumenmandeln wirksam sein. Auch Engstellen aufgrund von Veränderungen des Zungengrundes oder des Kehldeckels können in ausgewählten Fällen durch eine Operation verbessert werden. Neben operativen Maßnahmen kann auch die Therapie mit speziellen Zahnschienen erfolgen, welche zu einer Vorverlagerung des Unterkiefers im Schlaf führen.

Eine neue Therapieform bietet die Stimulationstherapie des Zungennerven, welche zu einer Öffnungsbewegung des oberen Atemweges führt (Hypoglossusstimulator). Dieser „Zungenschrittmacher“ kann bei ausgewählten Patienten, welche eine CPAP-Therapie nicht vertragen, empfohlen werden.

Um die optimale Therapie der Schlafapnoe zu finden, bedarf es häufig mehrerer Fachabteilungen. Wir kooperieren mit den Kollegen der Inneren Medizin und der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Für komplexere Fälle wurde daher das interdisziplinäre Schlafboard etabliert, in dem die bestmögliche Therapie erörtert wird.


Ihr Kontakt zu uns:


Kristof Johannes Hupa

Telefonische Terminvereinbarung:
Dienstag und Donnerstag 11:00 Uhr -12:30 Uhr:  0641 / 985-56798