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Theoretischer und praktischer Unterricht

Die theoretische Ausbildung besteht aus dem theoretischen und praktischen Unterricht und wird im Bildungszentrum für Pflegeberufe und Hebammenwesen durchgeführt. Der Unterricht findet in einem kombinierten System von Blockveranstaltungen (ca. 4-7 Wochen) und Studientagen statt.

Im theoretischen und praktischen Unterricht werden folgende Wissensgrundlagen vermittelt:

  • Kenntnisse in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Pflege- und Gesundheitswissenschaften
  • Pflegerelevante Kenntnisse der Naturwissenschaften und der Medizin
  • Pflegerelevante Kenntnisse der Geistes- und Sozialwissenschaften
  • Pflegerelevante Kenntnisse aus Recht, Politik und Wirtschaft

Die Unterrichtsinhalte gliedern sich nach Vorgaben der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung in 12 Themenbereiche:

  1. Pflegesituationen bei Menschen aller Altersgruppen zu erkennen, erfassen und bewerten
  2. Pflegemaßnahmen auswählen, durchführen und auswerten
  3. Unterstützung, Beratung und Anleitung in gesundheits- und pflegerelevanten Fragen fachkundig gewährleisten
  4. Bei der Entwicklung und Umsetzung von Rehabilitationskonzepten mitwirken und diese in das Pflegehandeln integrieren
  5. Pflegehandeln personenbezogen ausrichten
  6. Pflegehandeln an pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen ausrichten
  7. Pflegehandeln an Qualitätskriterien, rechtlichen Rahmenbedingungen sowie an wirtschaftlichen und ökologischen Prinzipien ausrichten
  8. Bei der medizinischen Therapie und Diagnostik mitwirken
  9. Lebenserhaltende Maßnahmen bis zum Eintreffen der Ärztin oder des Arztes einleiten
  10. Berufliches Selbstverständnis entwickeln und lernen, berufliche Anforderungen bewältigen
  11. Auf die Entwicklung des Pflegeberufs im gesellschaftlichen Kontext Einfluss nehmen
  12. In Gruppen und Teams zusammenarbeiten

Die Vermittlung der Unterrichtsinhalte orientiert sich an dem hessischen Rahmenlehrplan und an dem Lernfeldkonzept und nicht mehr wie bisher an Unterrichtsfächern. Ein Lernfeld fasst komplexe Aufgabenstellungen aus der pflegerischen Praxis zusammen, die schulisch aufbereitet und im Unterricht bearbeitet werden. Die Inhalte der Lernfelder beziehen sich auf die Einführung in die Ausbildung (Propädeutikum), die eigenständigen Aufgaben der Pflege im Hinblick auf die gesundheitsrelevanten Funktionen des Menschen und auf die pflegerischen Aufgaben im Rahmen der Mitwirkung. Darüber hinaus werden weitere Unterrichtsinhalte ohne Lernfeldbezug vermittelt.

Überblick des Ausbildungskonzeptes für die Gesundheits- und Krankenpflege:

  • Propädeutikum
  • Einführung in den Pflegeberuf
  • Patienten im Krankenhaus
  • Gesundheits- und Krankheitsmodelle
  • Pflegewissenschaftliche Grundlagen
  • Anthropologische Grundlagen
  • Ethik
  • Einführung in Wahrnehmung und Beobachtung
  • Krankenhaushygiene
  • Mikrobiologie
  • Einführung in die Pharmakologie
  • Einführung in das Qualitätsmanagement in der Pflege
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Lebenserhaltende Maßnahmen
  • Rückenschonendes Arbeiten
  • Berufliches Lernen

Lernfelder mit gesundheitsrelevanten Funktionen des Menschen:

  • Haut/Schleimhaut
  • Atmung
  • Temperatur
  • Herz-Kreislauf-System
  • Ernährung (Nahrungsaufnahme/ Stoffwechsel)
  • Ausscheidung (Flüssigkeitsbilanz/ Metabolismus)
  • Motorik
  • Kommunikation (Empfindung/ Sensorik/ Immunsystem)
  • Erholung
  • Fortpflanzung (physische Entwicklung)

Lernfelder mit pflegerischen Aufgaben im Rahmen der Mitwirkung:

  • Wundmanagement 
  • Versorgung von Patienten vor, während und nach operativen Eingriffen, Punktionen und Biopsien
  • Mitwirkung bei der Gabe von Injektionen
  • Mitwirkung bei Injektionstherapien
  • Mitwirkung bei der Gabe von Transfusionen
  • Assistenz bzw. Durchführung von venösen und kappilären Blutentnahmen
  • Menschen in Notfallsituationen
  • Menschen im Schock
  • Reanimation von Menschen

Unterrichtsinhalte ohne Lernfeldbezug:

  • Pflegebedürftige in andere Institutionen überleiten
  • Einführung in Rehabilitationskonzepte
  • Wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen der Gesundheitsversorgung
  • Qualitätsmanagement
  • Systeme der Staats- und Gesellschaftsorganisation
  • Gruppen- und Teamarbeit
  • Sozialmedizin/Sozialpädiatrie
  • Sterbeprozess und Tod