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Hypophysentumore

Tumore der Hirnanhangsdrüse fallen zumeist durch Veränderungen im Hormonhaushalt auf, diese können oft medikamentös behandelt werden. Bei Nichtansprechen der Therapie oder bei Auftreten von Sehstörungen kann ein Eingriff unumgänglich sein.

Dieser wird in der Mehrzahl der Fälle durch die Nase erfolgen, hierbei setzen wir die endoskopische Schlüssellochtechnik in Kombination mit der Neuronavigation ein.

Hierbei werden in Echtzeit die Lage des Endoskops (im Bild gelb gepunktetes Kreuz) und des präparierenden OP-Instrumentes (grünes Kreuz) angezeigt, so dass jederzeit eine auf wenige Millimeter genaue Zielpunktkontrolle erfolgen kann.

In besonderen Fällen kommt das stereoskopische Operationsmikroskop zum Einsatz, manchmal muß der Tumor über einen großen Eingriff mit Zugang über die Schädelkonvexität operiert werden.

Vor der Planung eines Eingriffs erfolgt die Vorstellung der Patienten in unserer Hypophysensprechstunde, hierzu sollten idealerweise ein Kernspintomogramm des Kopfes (ohne und mit Kontrastmittelgabe), ein aktueller augenärztlicher Gesichtsfeldbefund und ein aktueller endokrinologischer Befund mit zur Beurteilung der OP-Indikation herangezogen werden.

Nach dem Eingriff erfolgt die Weiterbetreuung im Rahmen der Sprechstunde, zunächst in halbjährlichen, dann in längeren Abständen werden die drei Untersuchungen wiederholt und beurteilt. Auf diese Art und Weise können Veränderungen des Hormonhaushaltes, Sehstörungen oder ein Wiederauftreten des Tumors früh erkannt werden.