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Forschung

Schwerpunkte

Die modernen Errungenschaften der labormedizinischen Forschung und die Entwicklung neuer Testverfahren stehen jedem Patienten heute in kurzer Zeit zur Verfügung. Sie ermöglichen und unterstützen sowohl eine optimale Diagnostik als auch die Prävention von Krankheiten und sichern die Behandlungsqualität. Neue Laborparameter, wie die kardialen Troponine und die natriuretischen Peptide, haben die Definition und das Management von Krankheiten grundlegend beeinflusst. Obwohl diese modernen kardialen Marker einen hohen diagnostischen Stellenwert geniessen, bleiben noch viele Fragestellungen unbeantwortet.
Die kardiale Diagnostik und die Untersuchung noch offener Fragestellungen stehen daher im Vordergrund der Forschungs-aktivitäten in unserer Abteilung

Projekte

1. Diagnostische Wertigkeit kardialer Troponine
Die Entwicklung kommerzieller Tests zum Nachweis der kardialen Troponine I (TnI) und T (TnT) war der grösste Fortschritt in der Labordiagnostik kardiovaskulärer Erkrankungen des letzten Jahrzehntes . Durch die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung der Analytik und der Technologie, konnten hochsensitive Troponin-Assays entwickelt werden , die allerdings zu einem Anstieg der Zahl pathologisch klassifizierter Patienten geführt haben . Der sich daraus ergebenden erhöhten Zahl von Kliniksaufenthalten, Koronarangiographien und anschliessender therapeutischer Massnahmen steht aber auch andererseits eine bessere Prognose gegenüber. Damit sorgen hochsensitiven Troponine nicht nur für die frühe Diagnose akuter kardialer Erkrankungen , sondern sie sorgen ebenso für einen Fortschritt in der Prognose und Risikostratifizierung. Erste Studienergebnisse mit hochsensitiven Troponintests bestätigen diesen Benefit, nicht nur bei Patienten mit ACS, sondern auch bei Patienten mit stabiler KHK oder mit Herzinsuffizienz .Die neuen Marker übernehmen damit eine neue Rolle in der Diagnostik. Diese neue Rolle zu verstehen , ist das Ziel der nächsten Jahre. Dabei wird der Einsatz serieller Messungen von hochsensitivem Troponin bei selektierten Patientenkollektiven notwendig sein, um aus dem Verlauf zwischen chronischer myokardialer Schädigung und akutem Geschehen differenzieren zu können.

Folgende Fragestellungen werden untersucht:

  • Inzidenz und diagnostischer Stellenwert kardialer Marker bei Patienten ohne akutes Koronarsyndrom
  • Einflussfaktoren auf die analytische und klinische Bewertung kardialer Troponine

2. Bildung, Freisetzung und Elimination natriuretischer Peptide
Die natriuretischen Peptide sind etablierte Marker der chronischen Herzinsuffizienz. Sie werden von der European Society of Cardiology für die Diagnose und Verlaufskontrolle der Herzinsuffizienz seit 2001 empfohlen. Unklar ist bislang, inwieweit die renale (Rest-)Funktion der betroffenen Patienten die messbare Konzentration der Peptidhormone im Plasma beeinflussen und damit für eine inkorrekte Interpretation der Werte sorgen kann.

Folgende Fragestellung werden untersucht:

  • Mechanismen der Freisetzung von ANP, BNP und NT-proBNP in kultivierten Kardiomyocyten der Ratte
  • Renale Elimination von BNP und NT-proBNP (Tiermodell)
  • Diagnostische und prognostische Aussage von BNP und NT-proBNP in Patienten mit kardialen und renalen Erkrankungen