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Prostatahyperplasie

Prostataembolisation

Die gutartige Vergrößerung der Prostata, oder benigne Prostatahyperplasie (BPH), ist eine sehr häufige Erkrankung bei Männern. Typische Beschwerden sind:

  • Abgeschwächter Harnstrahl
  • Nachtropfen von Harn nach dem Urinieren
  • Trotz Harndrang Probleme, das Wasserlassen zu beginnen
  • Unterbrochenes Wasserlassen, bzw. häufiges Urinieren auch nachts (Nykturie)
  • Unvollständige Entleerung der Harnblase („Restharn“)

Eine neue, innovative Therapie diese Beschwerden zu behandeln ist die organerhaltende Embolisation (Verödung) des Prostatagewebes (PAE). Dabei wird die Durchblutung des Prostatagewebes ähnlich der Myomembolisation (UFE/UAE) mit interventionell radiologischen Techniken reduziert. In der Folge schrumpft die erkrankte Prostata und die Miktion (= Wasserlassen) verbessert sich. Bisherige Studien zeigen, dass dieser Effekt über Jahre anhält. Diese mikroinvasive Behandlung kann auch nach Versagen anderer Behandlungsformen oftmals noch erfolgreich angewendet werden.

Obgleich die Anwendung der Prostataembolisation zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung relativ neu ist, wird  diese  mikroinvasive  Technik  durch Radiologen bereits sehr lange zur Therapie der Makrohämaturie (= blutiger Urin) angewendet und dementsprechend sicher beherrscht. Dazu erfolgt der wenig schmerzhafte Eingriff unter lokaler Betäubung mit einem kleinen Katheter über die Leiste. Die Prostata bleibt erhalten und typische Probleme einer operativen Therapie, insbesondere die retrograden Ejakulation werden vermieden. Die Patienten erholen sich in kürzester Zeit von diesem Eingriff und können oft bereits am Tag nach dem Eingriff das Krankenhaus wieder verlassen. Für eine erfolgreiche Behandlung erfolgt eine enge Abstimmung mit den Kollegen der Urologie, die auch die Nachsorge betrifft.

Professor Mahnken, der Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Standort Marburg, hat eingehende Erfahrung mit der Technik der Prostataembolisation. Gerne beraten wir Sie im Rahmen unserer Interventions-Sprechstunden.

Tel.: +49 (0) 6421 58 66700
radiologie@med.uni-marburg.de