A A A
-->

Hirntumore

GliProPh

Randomisierte Studie zum Vergleich einer Protonen-vs. Photonenstrahlentherapie für Patienten mit WHO-Grad II-III Gliomen (GliProPh)

Prüfer / Leiter der klinischen Studie:   

Prof. Dr. Martin Glas1, Prof. Dr. Martin Stuschke2, Prof. Dr. Beate Timmermann3., Dr. Fabian Eberle4

Universitätsklinikum Essen, Hufelandstr. 55, 45147 Essen1,2,3

Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Marburg, Baldingerstrasse, 35033 Marburg

Studienart: 

Prospektiv, randomisiert, offen, bizentrisch

Wer kann teilnehmen:

Frauen und Männer ab 18 Jahren mit operiertem niedrig bösartigem bis mäßig bösartigem Gliom (Astrozytome und Oligodendrogliome WHO Grad II und III), die auch eine Chemotherapie bekommen.

Ziel der Studie:

Ist der Vergleich der konventionellen Photonenbestrahlung mit der Protonenbestrahlung bei Gliomen der WHO-Grade II und III.

Zur Behandlung von Hirntumoren werden sowohl die Bestrahlung mit Photonen (Röntgenstrahlung) als auch mit Protonen (geladene Wasserstoffkerne)  als routinemäßige Therapieverfahren eingesetzt. Bis heute ist allerdings unbekannt, ob, bei gleicher Dosierung , klinisch nachweisbare Unterscheide bei den Nebenwirkungen existieren.

Beide Therapieverfahren haben Vor- und Nachteile. Die biologische Wirkung von Photonen im Normalgewebe ist sehr gut bekannt. Mit Protonen kann die durchschnittliche Dosis im Gehirn im Vergleich zu Photonen gesenkt werden. Alle großen klinischen Studien, die der Etablierung des derzeitigen Standards der Strahlentherapie in Kombination mit einer medikamentösen Therapie bei Gliomen zugrunde liegen, wurden jedoch mit Photonen durchgeführt.

In der GliProPh Studie sollen beide Bestrahlungsarten verglichen werden, indem  vor und nach der Strahlentherapie Fähigkeiten des Gehirns wie Erinnerung, Aufmerksamkeit und räumliches Vorstellungsvermögen untersucht werden. Zusätzlich werden Daten zur Lebensqualität, zu Nebenwirkungen und zum Überleben erfasst.

Eine Hälfte der Teilnehmer wird intensitätsmoduliert mit Photonen bestrahlt, die andere Hälfte unterzieht sich einer Protonentherapie. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass beide Verfahren gleich wirksam sind.

Einschluss der ersten Patienten in Marburg:

ab Mai 2019

Rekrutierungszeitrum:

5 Jahre