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Gruppenprogramme für Angehörige

Gruppenprogramme für Angehörige sind ein spezielles Angebot der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Standort Marburg. Aspekte der Psychoedukation sind bei den Gruppenprogrammen von grundlegender Bedeutung. Unter dem Fachbegriff „Psychoedukation“ ist die zielgerichtete Information des Betroffenen und seiner Angehörigen zu einer bestimmten Erkrankung zu verstehen.

Die Wissensvermittlung über Symptomatik, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten einer Erkrankung

  • kann Verständnis für die Betroffenen und die Krankheit ermöglichen, 
  • kann Missverständnisse verhindern bzw. bestehende ausräumen sowie
  • Angst und Schuldgefühle der Angehörigen vermindern.   

Durch den Austausch mit Angehörigen anderer erkrankter Menschen kann Solidarität und gegenseitiges Verständnis entstehen. Allein die Erfahrung dass andere Menschen ähnliche Probleme erleben, führt oft zu einer erheblichen Entlastung. Wer über eine Erkrankung informiert ist, fühlt sich weniger ausgeliefert und kann aktiv und gezielt Einfluss nehmen.

Mit Stand vom 01.05.2022 ist in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Standort Marburg eine Angehörigengruppe für Depression eingerichtet

Flyer Angehörigengruppe Depression

Depression

Eine Depression ist eine psychische Erkrankung die sich in ihrer Symptomatik unter anderem durch  

  • anhaltenden Stimmungsverlust,
  • Freud- und Interesselosigkeit,
  • fehlenden Antrieb,
  • Schlafstörungen,
  • veränderten Appetit,
  • innere Unruhe oder Verlangsamung,
  • verminderte Denkfähigkeit,
  • Gefühle der Wertlosigkeit bis hin zu lebensüberdrüssigen Gedanken  

darstellen kann.

Angehörige depressiv Erkrankter fühlen sich im Umgang mit ihrem erkrankten Familienmitglied und dessen Krankheit häufig einsam und ratlos. Es entstehen Schuldgefühle oder Ängste, etwas falsch zu machen. Bei fehlender Aufklärung werden depressive Symptome z.B. als „Charakterschwäche“ missverstanden.
Nicht selten wirken sich Erkrankungen wie Depressionen belastend auf zwischenmenschliche Beziehungen, so auch zu den Angehörigen aus.

Die Arbeit mit Angehörigen innerhalb der Therapie wird gemäß dem Behandlungsverständnis der Marburger Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie zunehmend wichtiger.

Die Einrichtung einer Gruppe für Angehörige depressiv erkrankter Menschen ermöglicht es, den Fokus auf die Probleme der Angehörigen im Umgang mit den depressiv Erkrankten zu legen.
Die Unterstützung und Entlastung der Angehörigen im Umgang mit ihrem erkrankten Familienmitglied erfolgt im Rahmen der Gruppenarbeit in speziellem Training für Kommunikation und Problemlösung sowie durch konkrete Verhaltensvorschläge.

Weitere Angehörigengruppen zu folgenden Erkrankungen sind in Planung:

  • Schizophrenie
  • Sucht
  • Kognitive Störungen
  • Persönlichkeitsstörungen / Zwang

Zielgruppe
Das Angebot zur Teilnahme an einer Angehörigengruppe richtet sich an alle volljährigen Angehörigen von Betroffenen aus dem Landkreis Marburg – Biedenkopf.

Organisation
Die Gruppen werden von Pflegefachkräften sowie Ärztinnen und Ärzten geleitet.
Die Gruppe für Depression findet aktuell an jedem 1. und 3. Dienstg im Monat von 17:00 – 19:00 Uhr statt. 

Kontaktaufnahme zu Angehörigengruppen 
Sie erhalten alle notwendigen Informationen über Kontakt zu und Teilnahme an Angehörigengruppen unter:

Telefon: +49 (0) 6421 58 91664

Montag - Donnerstag:  09:00 – 16:00 Uhr
Freitag:                         09:00 – 14:00 Uhr

 

Ansprechpartnerin: 


Julia Kahler
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Julia.Kahler@uk-gm.de

 

Wie Sie uns finden

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Direktor:  Prof. Dr. med. Tilo Kircher
Pflegedienstleitung: Agnes Gross

Rudolf-Bultmann-Straße 8
35039 Marburg 

Anfahrt mit dem Auto

aus Richtung Gießen / Süden:
B3, Abfahrt Marburg Mitte
der Ausschilderung Ortenberg folgend links
nach ca. 500 m rechts in die Rudolf-Bultmann-Straße
über eine Brücke zum Stadtteil Ortenberg hoch.
An der nächsten Querstraße (Georg-Voigt-Straße) geht es geradeaus zur Klinik für Nervenheilkunde.

aus Richtung Kassel / Norden:
B3, Abfahrt Marburg Bahnhofstraße 
der Ausschilderung "Ortenberg" folgen
geradeaus etwa 400m parallel zur B3
links in die Rudolf-Bultmann-Straße abbiegen.
über eine Brücke zum Stadtteil Ortenberg hoch.
An der nächsten Querstraße (Georg-Voigt-Straße) geht es geradeaus zur Klinik für Nervenheilkunde. 

Hinweis:
Im Bereich unserer Klinik sind nur wenig Parkplätze vorhanden
Sie müssen ggf. etwas weiter weg parken (wie z.B. beim Brüderhaus Tabor weiter bergaufwärts) und die entsprechende Zeit einkalkulieren. 

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bahn, Bus)
Bei Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bahn, Bus) von außerhalb gelangen Sie in der Regel bis zum Bahnhof. Von dort sind die Ortenberg-Kliniken zu Fuß in ca. 10 Minuten erreichbar: Direkt von den Gleisen per Treppe bzw. linkerhand vom Bahnhofsgebäude per Aufzug gelangen Sie auf die Fußgängerbrücke "Ortenbergsteg", auf dem Sie die Gleise überqueren. Auf der anderen Seite der Brücke ca. 100m weitergehen und nach rechts in die Schützenstraße einbiegen. Die Nervenheilkunde finden Sie nach etwa 250m auf der linken Straßenseite.
Aus dem Stadtbusbereich sind die Ortenberg-Kliniken über die Stadtbuslinie 8 erreichbar (günstige Umsteigegelegenheiten: Rudolfsplatz, Gutenbergstraße): Haltestelle Ortenbergplatz.