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Kompetenzen

Unsere Kompetenzen der Sektion Endokrinologie

 

Endokrinologische Funktionsdiagnostik

Der Bereich Endokrinologie & Diabetologie verfügt über eine Reihe von funktionsdiagnostischen Untersuchungsmöglichkeiten 

Ultraschall (Sonographie)
Mit einem multifunktionalen Ultraschallgerät können Organe im Bereich des Ober- und Unterbauches sowie endokrine Organe mit anderer Lokalisation untersucht werden. Die Ultraschalluntersuchung ist eine reine bildgebende Untersuchung. Sie erlaubt die Beurteilung der Struktur bzw. die Feststellung von Strukturveränderungen verschiedener Drüsen. Sie stellt somit eine wesentliche Hilfe bei der Diagnostik endokriner Erkrankungen dar. Oberflächlich liegende Organe wie Schilddrüse, Nebenschilddrüsen, Brustdrüsen und Hoden sind mit Hilfe spezieller Schallköpfe gut zu beurteilen. So sind Vergrößerungen der Schilddrüse sowie Zysten und Knoten in der Schilddrüse gut darstellbar. Bestimmte strukturelle Veränderungen können Hinweise auf bösartige Tumorerkrankungen der Schilddrüse geben. Auch Vergrößerungen einer oder aller Nebenschilddrüsen lassen sich im Rahmen unterschiedlicher Störungen des Kalziumstoffwechsels feststellen. Bei Männern kann die Sonographie bei Vergrößerungen der Brust der Unterscheidung zwischen reiner Fettansammlung (Lipomastie) und Drüsenkörpervergrößerung (Gynäkomastie) dienen. Ebenso sind Auffälligkeiten des Hodensackes mittels Ultraschall gut abzuklären. Bei Verdacht auf Hypogonadismus sind Veränderungen der Hodengröße gut feststellbar. Das Hodenvolumen lässt sich messtechnisch festhalten. Tiefergelegene endokrine Organe wie Nebennieren, Bauchspeicheldrüse (Pankreas), Eierstöcke (Ovarien) und ihre Veränderungen sind mit Hilfe dafür geeigneter Schallköpfen ebenfalls darstellbar, vorausgesetzt die Untersuchungsbedingungen sind gut: keine Luftüberlagerungen, nicht besonders übergewichtige Patienten, und für die Darstellung der Eierstöcke eine volle Harnblase. Tumoren der Nebennieren sowie Tumoren, die von den hormonaktiven Zellen der Bauchspeicheldrüse ausgehen, sind jedoch oft klein und können auch bei optimalen Untersuchungsbedingungen übersehen werden. Zystische Veränderungen der Eierstöcke mit Verdickung der Eierstockkapsel, wie sie beim polyzystischen Ovar-Syndrom auftreten, und Tumoren der Eierstöcke können sonographisch erfasst werden. In ausgewählten Situationen ist es für die Weiterführung der Diagnostik hilfreich, wenn aus den dargestellten Organveränderungen Gewebeproben entnommen werden. Die Probenentnahme kann gezielt mittels durch Ultraschall gesteuerte Feinnadelpunktion realisiert werden. Am häufigsten werden auffällige Strukturveränderungen der oberflächlichen endokrinen Organe bzw. der Schilddrüse punktiert. Die Punktion ist in diesen Situationen einfach und von der Empfindung her einer Blutentnahme gleichzusetzen. 

Endosonographie
Bei der Endosonographie handelt es sich um die Kombination zwischen Spiegelung und Ultraschalluntersuchung des oberen Verdauungstraktes. Dabei ermöglicht der Ultraschall die hinter der Wand von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm gelegenen Organe darzustellen. Die Endosonographie dient der Abklärung bei Erkrankungen der Nebennieren und der Bauchspeicheldrüse sowie von Geschwülsten im Bauch- und Brustbereich. Die Untersuchung eignet sich insbesondere zur Diagnostik sehr kleiner Organveränderungen in der Bauchspeicheldrüse oder in den Nebennieren, die mit anderen Untersuchungstechniken, wie auch die bereits erwähnte klassische Sonographie, nicht feststellbar sind. Mittels Endosonographie sind die Organveränderungen aus unmittelbarer Nähe und mit einer besseren Bildqualität sehr gut darstellbar. Im Rahmen der Endosonographie ist es ebenfalls möglich gesteuert durch das Endoskop und den Ultraschall gezielt Punktionen dieser tiefer gelegenen Organe durchzuführen und so Gewebeproben für weitere Untersuchungen zu entnehmen (endosonographisch gesteuerte Feinnadelpunktion).

Knochendichtemessung (DXA) und Transiliakale Knochenbiopsie
Im Funktionsbereich stehen auch Untersuchungsmöglichkeiten zur Abklärung verschiedener Störungen des Knochenstoffwechsels zur Verfügung. Die Knochendichtemessung wird mittels DXA (von der Weltgesundheitsorganisation [WHO] empfohlenes Standardverfahren) durchgeführt und hat in der Osteoporosediagnostik einen besonderen Stellenwert. Die direkte feingewebliche Analyse von Knochengewebe ist in bestimmten Fällen von Osteoporose und bei verschiedenen Knochenerkrankungen von besonderer diagnostischen Bedeutung. Die Entnahme von Gewebe erfolgt durch die sogenannte transiliakale Knochenbiopsie. Dabei wird nach örtlicher Betäubung mit einem speziell entwickelten System aus dem Beckenknochen Knochengewebe entnommen.

Körperzusammensetzung (Bio-Impedanz-Analyse)
Verschiedene endokrine Erkrankungen führen zu Stoffwechselstörungen. Diese widerspiegeln sich in Störungen der Körperzusammensetzung d.h. des Gleichgewichtes zwischen Muskelmasse und Fettmasse. Im Funktionsbereich besteht die Möglichkeit anhand der sogenannten Bio-Impedanz-Analyse Parameter wie Fettmasse, Muskelmasse, Körperwassergehalt, usw. zu bestimmen und dadurch Informationen zur Körperzusammensetzung zu ermitteln. 

Endokrinologisches Labor (Labordiagnostik) und Funktionsteste (Hormonteste)
Zum Spektrum der durchgeführten Untersuchungen gehören selbstverständlich auch die verschiedensten Hormonbestimmungen: Hormone der Schilddrüse, der Nebennieren, der Bauchspeicheldrüse, Sexualhormone, Hormone der Hirnanhangsdrüse, Hormone, die den Calcium- und Knochenstoffwechsel steuern. Hormone können im Blut und im Urin bestimmt werden. Für die Untersuchung im Urin wird im Allgemeinen der 24-Stunden-Sammelurin genommen. Wichtige Aussagen zum Hormonstatus bzw. zu Hormonstörungen geben jedoch nicht nur die "einfachen" Hormonbestimmungen sondern auch die sogenannten Funktionsteste (Hormonteste). Die meisten Teste können sowohl unter ambulanten als auch unter stationären Bedingungen durchgeführt werden, manche jedoch nur unter stationären Bedingungen. Fast für alle Funktionsteste (Hormonsteste) werden Medikamente (Hormone) entweder als Injektion oder als Tabletten/Saft verabreicht. Diese haben auf verschiedene Hormone eine Einfluss, d.h. entweder sie hemmen oder sie regen die Produktion von Hormonen an, daher auch die Benennung Hemmteste und Stimulationsteste. Dabei können wichtige Schlussfolgerungen bezüglich der Hormonregulation gezogen werden. Solche Teste sind zum Beispiel zur Untersuchung der Funktion der Hirnanhangsdrüse und der untergeordneten Drüsen (Schilddrüse, Nebennieren) der Hypophysen (Hirnanhangsdrüse) - Stimulationstest und die Insulinbelastung. Die Insulinbelastung sowie die orale Glukosebelastung und der Hungerversuch dienen zum Beispiel zur Testung der Bauchspeicheldrüse. In Zusammenarbeit mit der Klinik für Radiologie sind bei speziellen Fragestellungen, z.B. zur genauen Lokalisation eines Hormonüberschusses, auch Spezialuntersuchungen wie selektive Venenblutentnahmen möglich. Dabei wird nach Einführung eines Katheters in die ableitenden Gefäße verschiedener endokriner Organe (z.B. Hirnanhangsdrüse, Nebennieren) Blut aus unmittelbarer Nähe des betreffenden Organs für die Hormonbestimmungen entnommen.

 

Alle anderen modernen Untersuchungsverfahren eines Universitätsklinikums stehen uns ebenfalls für die Diagnostik zur Verfügung.

 

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