
Die Sektion Experimentelle Chirurgie existiert seit 2003 als eigenständige Abteilung unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Veronika Grau.
Anschrift: Klinikstraße 29, 35392 Gießen, Telefon: 0641/985-44763
Unser Forschungsschwerpunkt ist die Organtransplantation.
Weltweit sind die klinischen Ergebnisse der Nieren- und Lungentransplantation unbefriedigend. Obwohl die Transplantatempfänger lebenslang Immunsuppressiva einnehmen, funktionieren fünf Jahre nach der Transplantation nur etwa 40 % der allogen transplantierten Lungen und 65 % der Nieren (www.UNOS.org).
Transplantate können aus verschiedenen Gründen geschädigt werden oder versagen. Perioperativ werden die Organe mechanisch, durch Ischämie und Reperfusion geschädigt. In den ersten Monaten nach Transplantation drohen akute Abstoßungsepisoden, später die Transplantatzerstörung durch die chronische Abstoßung. Diese Vorgänge laufen nicht unabhängig voneinander ab: Ischämie-/Reperfusionsschäden begünstigen die Abstoßung und selbst gut behandelte akute Abstoßungsepisoden sind ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung der chronischen Rejektion. Die kurzzeitigen Erfolge nach Nierentransplantation sind relativ gut. Die meisten Nieren verlieren ihre Funktion aufgrund von chronischen Schäden. Kurz nach der Transplantation versagen hingegen relativ viele Lungen vermutlich aufgrund von Ischämie-/Reperfusionsschäden, Infektionen und akuten Abstoßungen. Zusätzlich sind Lungentransplantate ganz besonders früh von der chronischen Abstoßung betroffen.
In der Arbeitsgruppe werden Ischämie-/Reperfusionsschäden, akute und chronische Abstoßung experimenteller Nieren- und Lungentransplantate untersucht. Dabei richten wir unser Hauptaugenmerk auf die Rolle von Monozyten und Makrophagen bei diesen Prozessen.