A A A
-->

Varikozele

Varikozelenverödung

Eine Varikozele ist eine innere Krampfader. Es handelt sich hierbei um eine krankhaft veränderte Hodenvene bei der es zu einem Rückstau des Blutes in den Venen des Hodensackes kommt. Meist ist die linke Seite betroffen. Die Diagnose kann meisten schon durch eine Betrachtung des Hodens durch einen Urologen gestellt werden; eine Ultraschalluntersuchung ist gut geeignet diese Diagnose zu bestätigen. Folgen einer Varikozele können Unfruchtbarkeit, Schmerzen und Hodenschrumpfung sein. Etwa 10% aller Männer haben eine Varikozele. Bei vielen Männern macht diese keine Beschwerden. Bei jedoch etwa 30% der Patienten mit Unfruchtbarkeit ist Varikozele eine Ursache des Problems.

Eine schonende Alternative zur chirurgischen Behandlung ist die interventionelle Verödung der erkrankten Hodenvene. Dieser Eingriff, der ambulant durchgeführt werden kann ,erfolgt in lokaler Betäubung. Dazu wird über eine Leistenvene ein sehr dünner Katheter unter Röntgenkontrolle in die Hodenvene eingeführt. Über diesen Katheter wird die erkrankte Vene mit einem speziellen Medikament verödet. Zusätzlich kann die Einbringung winziger Metallspiralen in die Vene erfolgen. Das Ziel dieses sehr schonenden Eingriffs ist, die kranhafte Gefäße zu verschließen und der Blutabfluss in die gesunden Venen umzuleiten.

Die Effektivität dieser minimal-invasiven Behandlung ist wissenschaftlich bewiesen und ist mit den Ergebnissen der chirurgischen Behandlung vergleichbar bei deutlich geringerem Risiko und schnellerer Erholung. Bereits am Folgetag können Patienten wieder ihre normalen alltäglichen Aktivitäten aufnehmen.

Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen zu dieser Behandlungsmethode im Rahmen unserer Interventions-Sprechstunden zur Verfügung.

Tel.: +49 (0) 6421 58 66700
radiologie@med.uni-marburg.de