Verhalten zu Hause nach der Entlassung
Manchmal können Komplikationen auch mehrere Tage nach der Operation auftreten. Nur vereinzelt kommt dies auch nach der Entlassung vor. Es ist daher wichtig, dass Sie wissen, was normal ist und wann Sie uns kontaktieren sollten.
Wundschmerzen
Wundschmerzen sind nichts Ungewöhnliches nach einer Operation. Sie können für eine gewisse Zeit anhalten. Bei Entlassung erhalten Sie Schmerzmittel.
Nehmen Sie die verordneten Schmerzmedikamente in der verordneten Dosis so lange, bis Ihre Schmerzen nachlassen.
Falls Sie die Schmerzmedikamente nicht gut vertragen (z. B. Sodbrennen, Magenschmerzen, Durchfall) oder wenn Ihre Wundschmerzen unter den verordneten Schmerzmedikamenten nicht nachlassen, rufen Sie uns bitte an (0641 985 51464).
Wundkontrollen
Es ist nichts Ungewöhnliches, wenn die Haut im Bereich der Wunde nach der Operation etwas gerötet erscheint und das Berührungsempfinden für ein bis zwei Wochen gestört ist.
Für die innenliegenden Gewebestrukturen benutzen wir selbstauflösende Nähte, bei denen keine Fadenentfernung notwendig ist. Die Haut- oder Klammernaht der äußeren Hautschicht wird 12 Tage nach der Operation durch Ihren Hausarzt oder Orthopäden entfernt, ggf. auch in der Reha-Einrichtung.
WUNDINFEKTIONEN können auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus auftreten.
Bei starken und plötzlich auftretenden Wundschmerzen suchen Sie sofort - und zwar egal, ob tagsüber oder nachts - unsere Notaufnahme auf!
Frühe Anzeichen einer Wundinfektion sind:
- starke Schmerzen trotz Schmerzmitteln
- Rötung und Wärme
- Ausfluss aus der Wunde
- Körpertemperatur über 38,5 Grad
Magen-Darm-Funktion
Manche Schmerzmedikamente verursachen Verstopfung. Falls dies ein Problem wird, versuchen Sie etwas mehr Flüssigkeit zu sich zu nehmen und bewegen Sie sich ausreichend.
Aktiv sein zu Hause
Bewegung hilft ihrem Körper, sich rasch von der Operation zu erholen und das Herz-Kreislaufsystem zu kräftigen. Sie sollten versuchen, zu Hause täglich mehrere kleine Spaziergänge zu machen.
Beginnen Sie mit kleinen Distanzen und steigern Sie Länge und Intensität vorsichtig, bis Sie Ihren normalen Aktivitätsgrad wieder erreicht haben.
Wiederholen Sie täglich die erlernten Physio-Übungen.
Oft treten zu Hause noch einige Schwierigkeiten im Haushalt auf. Ihre Familie und Ihre Freunde können Ihnen zum Beispiel helfen bei:
- Begleitung nach Hause
- Unterstützung bei den ersten Spaziergängen
- Kochen und Einkaufen
- Hausputz
- Wäsche waschen
Nachsorge
In der Regel werden Sie bereits vor Ihrer Entlassung aus der Klinik den Namen der Reha-Einrichtung und den Termin wissen, ab dem Sie dort stationär oder ambulant therapiert werden. Unser Sozialdienst wird dies im Vorfeld mit Ihnen besprechen und einen Termin für Sie arrangieren.
Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie zwischen der Krankenhausentlassung und dem Beginn der Reha eine Weile zuhause sein werden. In dieser Zeit kann die Wundheilung voranschreiten und Sie können selbst schon in kleinen Schritten Ihre Eigenständigkeit verbessern.
Ambulante Physiotherapie
Sollte zwischen Ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus und dem Beginn Ihrer stationären oder ambulanten Rehabilitation mehr als eine Woche liegen, erhalten Sie bei Entlassung ein Physiotherapie-Rezept für bis 2-3 Behandlungen. Vereinbaren Sie mit einer Physiotherapie-Praxis vorab Termine.
Am Wichtigsten ist, dass sie die bereits bei uns erlernten Übungen täglich wiederholen!
Arbeiten nach der Operation
Die Entscheidung, wann Sie nach der Operation wieder arbeiten gehen können, werden Sie gemeinsam mit Ihrem weiterbehandelnden Arzt fällen. Dieser wird Ihnen auch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen. Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit richtet sich dabei nach der Art der Operation und Ihrem Beruf.
Nach Ihrer Reha ruft die OrthoFAST-Assistenz Sie an, um sich nach Ihrem Genesungsverlauf zu erkundigen.