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Forschung & Lehre

 

In der Klinik für Neurochirurgie bestehen zwei wesentliche Forschungs-Schwerpunkte, die insgesamt der klinischen Forschung zugutekommen. Im molekularbiologischen Forschungsschwerpunkt beschäftigen wir uns u.a. mit der Wirkung von Proteasen auf die Invasivität und die Therapie-Resistenz von Tumorzellen. Hierbei sollen Proteasen sowohl auf ihre Verwendbarkeit als diagnostische Marker als auch auf ihre direkte Therapierbarkeit hin untersucht werden. Der medizintechnologisch geprägte Forschungsschwerpunkt befasst sich u.a. mit der intraoperativen Bildgebung, der multimodalen Navigation (Integration und intraoperative Visualisierung multimodaler Daten), der funktionellen Lokalisations-diagnostik (Korrelation zu Elektrophysiologie und Klinik, z.B. Sprache/Gedächtnis), der Visualisierung von Bahnsystemen und Kerngebieten, sowie der bildgebenden Definition und Visualisierung von Zielgebieten und Risikostrukturen und Entwicklung von Qualitätsmaßen zur Risikoanalyse.

                                                                             
Zwischen beiden Forschungs-Feldern bestehen enge Beziehungen. Im Verbund mit der molekularen Bildgebung sollen z.B. Proteasen direkt in Tumoren nachgewiesen werden, was zu einer besseren Differenzierung von Tumoren beitragen kann. Darüber hinaus erlaubt die multimodale Navigation eine Korrelation bildgebender Verfahren zur Histologie und zur Molekulargenetik von Tumoren, so kann z.B. die Tumorzelldichte in Relation zur genetischen Signatur des Tumors und zur metabolischen Bildgebung (PET, Spektroskopie) wie auch die Invasion von Faserbahnsystemen bestimmt werden.


Die Forschung in der Klinik für Neurochirurgie hat dabei immer einen engen Bezug zur Patientenversorgung mit dem Ziel, dass die Ergebnisse der Forschung zur besseren Behandlung der Patienten (Stichwort: Personalisierte Medizin) beitragen können. Dies macht gerade den Vorteil der Behandlung in einer Universitätsklinik aus, wo aktuelle Entwicklungen geprägt und vorangetrieben und vor allem auch zeitnah den Patienten zugutekommen. Von der Forschung profitieren besonders die klinischen Felder der Neuroonkologie und der Schädelbasischirurgie, der vaskulären Neurochirurgie sowie der funktionellen Neurochirurgie mit Epilepsiechirurgie und Tiefenhirnstimulation.
Klinisch begleitet werden die wissenschaftlichen Projekte durch eine klinik-eigene Tumorbank, in der gemäß den Richtlinien des Biobankings Patientenproben asserviert werden. Durch diese Bank ist es z.B. möglich, Tumorzellen von Patienten direkt zu isolieren und diese im Labor zu testen. In Verbindung mit den patienten-bezogenen Daten entstehen dabei Erkenntnisse, die für zukünftige Behandlungen von Hirntumoren essentiell sind und z.B. dabei helfen können, Therapie-Resistenzen zu überwinden.