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REPKO Gießen und Marburg

 

Reproduktionsmedizinisches Kompetenzzentrum
Mitglied im Hessischen Zentrum für Reproduktionsmedizin

 

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,
anlässlich der aktuellen Situation im Hinblick auf Fortschreiten der Infektionen mit dem neuartigen "Corona-Virus" sehen wir uns leider gezwungen gemäß untenstehendem Erlass bis auf Weiteres geplante (diagnostische) Eingriffe und ART- Behandlungen zu verschieben.
Bereits begonnene Behandlungen sind hiervon zunächst nicht betroffen und können fortgeführt werden.

Verbot medizinisch nicht dringlicher Operationen
„Bei einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus ist mit erheblichen Belastungen des Gesundheitssystems zu rechnen. Besonders kritisch ist derzeit die Versorgungssituation mit persönlicher Schutzausrüstung, wie beispielsweise Atemschutzmasken und medizinischen Verbrauchsgütern. In dieser Situation ist es nicht länger vertretbar, diese Materialien für Eingriffe zu verwenden, für die derzeit keine medizinische Dringlichkeit besteht. Daher werden diese elektiven Eingriffe ab Mittwoch 17.03.20 untersagt. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass medizinisch dringliche Eingriffe nicht durchgeführt werden können, weil das notwendige Material fehlt.“
Quelle: www.hessen.de/presse/pressemitteilung/landesregierung-fasst-zusaetzliche-beschluesse
Stand 17.03.2020 07:30 Uhr

Die europäischen Gesellschaft für menschliche Reproduktion und Embryologie ESHRE (www.eshre.eu) hat am 14.03.2020 ein Statement abgegeben, das auch von der deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin mitgetragen wird:

Übersetzung des Statements ins Deutsche:
„Als Vorsichtsmaßnahme - und im Einklang mit der Position anderer wissenschaftlicher Gesellschaften in der Reproduktionsmedizin - empfehlen wir allen Fruchtbarkeitspatientinnen, die eine Behandlung in Betracht ziehen oder planen, auch wenn sie die diagnostischen Kriterien für eine Covid-19-Infektion nicht erfüllen, eine Schwangerschaft zu vermeiden.
Für Patienten, die bereits behandelt werden, empfehlen wir, eine verzögerte Schwangerschaft mit Einfrieren der Eizelle oder des Embryos für einen späteren Embryotransfer in Betracht zu ziehen.
ESHRE empfiehlt ferner, dass schwangere Patienten (Männer und Frauen), die eine Fruchtbarkeitsbehandlung planen oder sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterziehen, Reisen in bekannte Infektionsgebiete und den Kontakt mit potenziell infizierten Personen vermeiden sollten.
ESHRE wird die wissenschaftliche Literatur weiterhin überwachen, insbesondere in Bezug auf Assistierte Reproduktion und Schwangerschaft und bekräftigt die Ansicht, dass alle Mediziner verpflichtet sind, zusätzliche Belastungen für ein Gesundheitssystem zu vermeiden, dass an vielen Standorten bereits überlastet ist.“

Sollten Sie  ...

a) positiv auf COVID-19/Corona getestet worden sein

oder

b) Sie sich in den letzten 14 Tagen in einem COVID-19/Corona-Risikogebiet (nach den aktualisierten Vorgaben des RKI) aufgehalten haben

oder

c) direkten Kontakt (nach Kategorie 1 RKI) mit einer an COVID-19/Corona infizierten Person gehabt haben

oder

d) an Erkältungssymptomen leiden,

bitten wir Sie nicht in die Sprechstunde zu kommen, sondern zunächst mit uns unter 0 64 21 /  58 61 330 Kontakt aufzunehmen.
 



Terminvereinbarung unter

0 64 21 / 58-61 330 Marburg
06 41 / 985-45 105 Gießen     

Seit Urzeiten gehören der Wunsch um eine feste partnerschaftliche Beziehung sowie das Kinderkriegen und die Erziehung des Nachwuchses zu den elementarsten Aufgaben menschlichen Daseins. Die Erfüllung des Kinderwunsches gehört somit zu den größten Sehnsüchten des Menschen, dessen Verwirklichung eine zentrale Rolle in der Paarbeziehung einnimmt. Demgegenüber steht eine zunehmende Anzahl von Paaren, die sich ein Kind wünschen, aber vorübergehend oder dauerhaft unfruchtbar sind und daher keine eigenen Kinder bekommen können. Mit dieser Erkenntnis sieht sich derzeit etwa jedes 7. Paar konfrontiert. Der unerfüllte Kinderwunsch kann für die Betroffenen zu einem ernsthaften Paarproblem werden.

Meist bemerken die Betroffenen das Problem erst, wenn sie sich ein Kind wünschen. Die Paare bemühen sich dann - manchmal über mehrere Jahre hinweg - erfolglos um eine Schwangerschaft.
Die Befürchtung, möglicherweise nie ein Kind bekommen zu können, ist für viele Menschen nur schwer zu verkraften. Die Reaktionen hierauf sind unterschiedlich: Manche werden wütend, dass ihr Körper nicht “normal funktioniert” und fühlen sich als Versager. Andere resignieren oder geben insgeheim dem Partner oder der Partnerin die Schuld.
Viele dieser Paare mit unerfülltem Kinderwunsch begeben sich zunächst in frauenärztliche Betreuung. Wenn nach einer milden Behandlung keine Schwangerschaft eintritt, so bestehen des Weiteren die Möglichkeiten der modernen Fortpflanzungsmedizin.
Aber nicht für jedes Paar ist eine rein medizinische Behandlung die geeignete Lösung. Aus diesem Grunde bieten wir eine die Kinderwunschbehandlung begleitende therapeutische Betreuung an, die sich auch auf die Schwangerschaftsraten positiv auswirkt.