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Warum arbeite ich in der Pflege?

Diese Frage haben beispielhaft einige Kolleginnen und Kollegen für sich beantwortet.
 

 
„Ich erzähle mit Stolz, wo ich arbeite!“

Judith Schäfer, 50 Jahre, Pflegedienstleitung Kinderklinik und Geburtshilfe. Seit 32 Jahren am UKGM

Mein Berufsweg: „Als Kinderkrankenschwester habe ich angefangen. Nach der entsprechenden Weiterbildung übernahm ich die Stationsleitung und habe dann berufsbegleitend Pflegemanagement studiert und meinen Bachelor gemacht. Seitdem bin ich in der Pflegedienstleitung. Bei allen Karriereschritten hat mich mein Arbeitgeber optimal unterstützt, sowohl organisatorisch als auch finanziell.“

Meine Motivation: „Wenn mich die Kinder mit einem Lächeln belohnen, wenn ich Eltern Mut machen kann. Wenn ich jeden Tag neues dazu lerne, weil die Möglichkeiten und die Fachkompetenz an einem Universitätsklinikum so groß sind.“

 
„Beim Start ins Leben zu helfen, ist mein Traumjob!“            
          

Selina Scheld, 24 Jahre, Hebamme (Kreißsaal)

Mein Berufsweg: Schon mit sechs Jahren war für mich klar: Ich will Hebamme werden. Nach dem Fachabitur begann ich an der Hebammenschule in Marburg meine Ausbildung. Direkt im Anschluss wechselte ich nach Gießen an die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und bin hier seit zwei Jahren im Kreißsaal tätig. Wir sind ein Level-I-Zentrum  und damit vor allem auch auf die Begleitung von Risikoschwangeren spezialisiert.  Das ist eine tägliche Herausforderung, die ich sehr bereichernd finde.

Meine Motivation: „In diesem Beruf ist man mitten im Leben. Mit der Geburt begleitet man einen ganz wichtigen und sehr emotionalen Moment im Leben einer Familie und jedes Mal ist es einzigartig. Es wird nie langweilig, man weiß nicht, was genau auf einen zukommt, aber man weiß, was zu tun ist. Das gibt Sicherheit. Und die positive Rückmeldung der Patienten motiviert natürlich auch.

  
„Ich bin Krankenpfleger mit Leib und Seele!“

Matthias Schmidt, 29 Jahre, Gesundheits- und Krankenpfleger auf Station 4.3 (Endokrinologie, Infektiologie, Viszeralmedizin)

Mein Berufsweg: „Zunächst habe ich eine Ausbildung zum Hauswirtschafter gemacht. Doch ich wollte lieber mit Menschen arbeiten. Deshalb habe ich Gesundheits- und Krankenpflege hier am Universitätsklinikum Gießen gelernt. Seit 2014 bin ich auf Station 4.3 und habe die Fachweiterbildung zum  Ernährungstherapeuten absolviert.  Zusätzlich mache ich ein Heilpraktiker-Studium.

Meine Motivation: „Ich bin Krankenpfleger mit Leib und Seele. Da schlüpft man in viele Rollen, mal ist man Seelsorger, mal Organisator, Motivationskünstler, Entertainer, Diagnostiker, gegen Abend bin ich der Sandmann und die Gute-Nacht-Geschichte, und man ist auch Sterbebegleiter auf dem letzten Weg. Das alles und viel mehr umfasst die Pflege eines kranken Menschen auf unserer Station.

  
„Durch gute Pflege Menschen helfen!“

Allan Cosme Araujo dos Santos, 32 Jahre, Stationsleiter der KVC (Herz-, Kinderherz-und Gefäßchirurgie)

Mein Berufsweg: „Als ich vor zehn Jahren von Brasilien nach Deutschland kam, habe ich behinderte Menschen zu Hause betreut. Pflegerische Tätigkeiten gefielen mir gut, darum habe ich vor acht Jahren am Uniklinikum meine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege gemacht. Man kann sich am UKGM vielfältig fort- und weiterbilden. Ich zum Beispiel bin zusätzlich Diabetes- und Wundexperte geworden. Außerdem engagiere ich mich in der Hausfeuerwehr. Ich freue mich sehr, dass ich die Chance bekam, den Stationsleitungskurs zu belegen und nun das Team der KVC zu leiten.“

Meine Motivation: „Ich möchte Menschen helfen, und durch gute Pflege vor und nach der Operation dafür sorgen, dass unsere Patienten so etwas wie einen ‚zweiten Geburtstag‘ feiern dürfen.  Das mache ich gerne.“