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Unterricht

Theoretisch-Praktisch * Theoretisch * Praktisch

 

Die MTLA-Ausbildung ist bundeseinheitlich als vollschulische 3-jährige Berufsausbildung angelegt und gesetzlich festgeschrieben.

Sie gliedert sich in:

  • Theoretisch-praktischen Unterricht
  • Praktische Ausbildung
  • Krankenpflegepraktikum 

und endet mit einer staatlichen Prüfung.

 

Theoretisch-Praktischer Unterricht

Hämatologie

Die morphologische Hämatologie befasst sich mit der qualitativen und quantitativen Beurteilung der Blutzellen sowie mit Erkrankungen des Blutes und der blutbildenden Organe.

Mikroskopisch und zytochemisch werden Zellen aus Blut und Knochenmark zur Untersuchung auf Krankheiten, wie Leukämie oder Blutarmut, differenziert.

Hämostase setzt sich aus den Begriffen Blut und Gleichgewicht zusammen und beschreibt einen Zustand, bei dem gerinnungshemmende und gerinnungsfördernde Substanzen im Gleichgewicht stehen. Eine Änderung des Gleichgewichts kann zu einer Blutungsneigung oder, im Gegensatz dazu, zu einer Thromboseneigung führen. 

So vielfältig wie die Individuen, so zahlreich sind die Blutgruppensysteme. Derzeit spricht man von 26 Blutgruppensystemen im menschlichen Blut und auf menschlichen Körperzellen. Sie sind Strukturen, die mit speziellen Reagenzien nachgewiesen werden können. So ist es für einen Patienten, der Fremdblut zugeführt bekommt, wichtig, möglichst gleiches Blut transfundiert zu bekommen, um eine Abwehrreaktion zu vermeiden oder überschaubar zu halten.

Histologie/ Zytologie    

Die Histologie/ Zytologie befasst sich mit der mikroskopischen Untersuchung von Gewebeproben und Abstrichen.

Die Aufarbeitung der Gewebe bis hin zur mikroskopischen Untersuchung, und damit zur Erstellung der Diagnose und Therapie, erfolgt in mehrere Schritten. Mit modernen Methoden, zum Teil aus der Immunhistochemie und Molekularbiologie, werden beispielsweise während Operationen entnommene Proben auf Tumore untersucht. 

Klinische Chemie

Die Faszination der Klinischen Chemie besteht darin, dass mit chemischen und anderen, neuen Analysenmethoden Bestandteile des Blutes nachgewiesen werden. Dabei gibt das Analysenergebnis Aufschluss über das Vorhandensein von Krankheiten, deren Verlauf und mögliche Therapieansätze. Denn ohne die Klinische Chemie ist die Diagnosestellung bei Diabetes mellitus, Herzinfarkt, Leber- und Nierenerkrankungen, Fettstoffwechselstörungen u.v.m. heute nicht mehr denkbar.

Das Hauptaugenmerk liegt auf dem korrekten Nachweis und der Interpretation der Analyseergebnisse und erfordert ein hohes Maß an Fachwissen, sowohl technisch als auch medizinisch.

Mikrobiologie

Den Krankheitserregern auf der Spur. Auf der Suche nach Infektionskrankheiten werden aus verschiedenen Untersuchungsmaterialien (z.B.: Abstriche, Punktate, Stuhl…) Bakterien und Pilze auf künstlichen Nährböden ange-züchtet, mikroskopisch beurteilt und biochemisch identifiziert.

Als Grundlage für die Therapie wird im Antibiogramm die Empfindlichkeit auf verschiedene Wirkstoffe getestet.
Parasiten, z.B.: Wurmeier, Malaria…, werden mikroskopisch diagnostiziert. Während Viren, die lichtmikroskopisch unsichtbar sind, in Zellkulturen auf lebenden Zellen oder immunologische durch Antikörper aus dem Blut des Patienten nachgewiesen werden.

Wesentlich zur Diagnostik tragen molekularbiologische Methoden, wie das Entschlüsseln der Erbinformation oder die Zuordnung von Veränderungen sowie deren Vermehrung (PCR), bei.


Weitere Fächer: EDV und Dokumentation- Praktikum, Erste-Hilfe-Kurs, Physikpraktikum.

 

Theoretischer Unterricht

Prüfungsrelevante Fächer

  • Hämatologie
  • Histologie/ Zytologie
  • Klinische Chemie
  • Mikrobiologie
  • Anatomie, Physiologie
  • Chemie
  • EDV und Dokumentation
  • Statistik
  • Mathematik

Ergänzenden Fächer​

  • Biologie
  • Molekularbiologie
  • Hygiene
  • Immunologie
  • Psychologie
  • Weitere...

 

Praktische Ausbildung

  • Hämatologie
  • Histologie/ Zytologie
  • Klinische Chemie
  • Mikrobiologie

Sämtliche praktischen Einsätze werden seitens der Schule koordiniert und finden im Wesentlichen in Abteilungen des UKGM oder anderen Kooperationspartnern unter Anleitung von Mentoren statt.