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Kieferorthopädische Frühbehandlung

Eine kieferorthopädische Frühbehandlung dauert in der Regel 1,5 Jahre und dient dem Zweck, vorangegangene Wachstumsstörungen (Kreuzbisse, progene Verzahnung, extreme Frontzahnstufen mit Traumagefahr) zu korrigieren und den noch jungen Patienten (4-ca. 9 Jahre) ein reguläres Wachstum zu ermöglichen. Die Behandlung erfolgt in der Regel rein herausnehmbar – in einigen Fällen ist aber auch im vorhinein der Einsatz einer GNE-Dehnapparatur indiziert.
Die körperliche Bewegung der Zähne und das Einstellen einer “perfekten” Verzahnung ist nicht das Ziel der Frühbehandlung, vielmehr sollen in dieser Phase extreme, formverändernde Anomalien durch das große noch zu erwartende Wachstum korrigiert und der Patient in eine Lage versetzt werden, normal wachsen zu können. Oft schließt sich an eine KFO-Frühbehandlung (nach einigen Jahren Pause) noch eine kieferorthopädische Hauptbehandlung an. 

 

Beispiel für eine KFO-Frühbehandlung: Behandlungsgrund war der frontale Kreuzbiss

Frontalansicht zu Behandlungsbeginn              Frontalansicht nach 1/2 Jahr herausnehmbarer Behandlung

Okklusalansicht zu Behandlungsbeginn            Okklusalansicht nach 1/2 Jahr herausnehmbarer Behandlung

Eingesetztes Behandlungsgerät:
aktive Platte mit einer Tragezeit von min. 12h/Tag