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Interventionelle Radiologie

Was ist interventionelle Radiologie?
Interventionelle Radiologie wird oft als Chirurgie ohne Messer bezeichnet. Dabei nutzt der Radiologe die bildgebenden Verfahren, also Durchleuchtung, Computertomographie oder Kernspintomographie um mikroinvasiv millimetergenaue Präzisionseingriffe vorzunehmen. Zahlreiche Erkrankungen können so ohne Skalpell erfolgreich behandelt werden. Interventionell-radiologische Eingriffe sind schmerzarm und erfordern daher zumeist keine Narkose. Die meisten Eingriffe erfordern nur einen Stich durch die Haut um zum erkrankten Organ zu gelangen. Die Eingriffe sind daher risikoarm, ermöglichen eine schnelle Erholung und erfordern nur einen sehr kurzen Krankenhausaufenthalt. Die häufigsten Anwendungen betreffen dabei Behandlung von Gefäß- und Tumorerkrankungen. Aber auch für Uterusmyome, innere Krampfadern (Varikozele, „pelvic congestion syndrome“) oder Osteoid-Osteome ist die interventionelle Radiologie oft das Behandlungsverfahren der ersten Wahl.

Was ist endovaskuläre Therapie?
Als endovaskuläre Therapie (synonym: endovaskuläre Chirurgie, interventionelle Gefäßtherapie) werden alle Behandlungsverfahren bezeichnet, bei der Gefäße von innen heraus behandelt werden. Dies kann sowohl die Schlagadern als auch die Venen betreffen. Am häufigsten geht es dabei um die Eröffnung verschlossener Becken- oder Beingefäße bei der sogenannten Schaufensterkrankeit. Aber auch chronisch verschlossene Venen oder akute Thrombosen können mit diesen Techniken erfolgreich behandelt werden.

Was ist interventionelle Onkologie?
Die interventionelle Onkologie ist das jüngste Spezialgebiet der Radiologie und ein besonderer Schwerpunkt der Klinik. Die interventionelle (mikroinvasive) Therapie von Tumorerkrankungen, insbesondere die Behandlung von Leberkrebs (hepatozelluläres Karzinom, cholangiozelluläres Karzinom), Lebermetastasen, Nierenzellkarzinom, Knochenmetastasen und Lungenmetastasen, können oftmals sehr gut mikroinvasiv behandelt werden. Hierzu stehen in der Klinik für Diagnostische & Interventionelle Radiologie am Standort Marburg zahlreiche transarterielle und perkutane Behandlungsverfahren zur Verfügung.
Diese Verfahren unterscheiden sich im Wesentlichen im Zugangsweg zum Tumor. Transarterielle Verfahren nutzen die Blutgefäße (Schlagadern) als Zugangsweg, während bei perkutanen Techniken die Tumore direkt und CT- oder MR-Steuerung punktiert und verödet werden.

Besonderer Schwerpunkt
Besonderer Schwerpunkt der Klinik ist die interventionelle (mikroinvasive) Therapie von Tumorerkrankungen. Insbesondere die Behandlung von Leberkrebs (hepatozelluläres Karzinom, cholangiozelluläres Karzinom), Lebermetastasen, Nierenzellkarzinom, Knochenmetastasen und Lungenmetastasen können gut mit diesen Techniken behandelt werden. Hierzu stehen in der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie in Marburg sowohl zahlreiche transarterielle als auch perkutane Behandlungsverfahren zur Verfügung.
Diese Verfahren unterscheiden sich im Wesentlichen im Zugangsweg zum Tumor. Transarterielle Verfahren (z.B. Radioembolisation (SIRT), Chemoembolisation...) nutzen die Blutgefäße als Zugangsweg, während bei perkutanen Techniken (z.B. Radiofrequenzablation, Kryoablation ...) die Tumore direkt unter CT- oder MRT-Steuerung punktiert und verödet werden.

Wo kann ich mich beraten lassen?
Die Klinik für Diagnostische & Interventionelle Radiologie am Standort Marburg ist durch die Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie (DeGIR) für alle interventionellen Therapien zertifiziert und darüber hinaus zertifizierte Ausbildungsstätte für Interventionelle Radiologie. Wir arbeiten eng mit allen anderen Fachkliniken des Standortes zusammen. Für spezielle Fragen stehen wir Ihnen gerne in unserer Interventions-Sprechstunde zur Verfügung.

Tel.: +49 (0) 6421 58 66700
radiologie@med.uni-marburg.de