A A A

PANDORA-01 Studie

Rektumkarzinome

Phase I/II Trial Evaluating Carbon ion Radiotherapy for the Treatment of Recurrent Rectal Cancer
 
Zusammenfassung
Der Behandlungsstandard für Patienten mit Rektumkarzinomen hängt vom Statium der Erkrankung ab und besteht aus chirurgischer Resektion, Chemotherapie sowie Strahlentherapie. Patienten im Stadium II oder III sollten zusätzlicher zur Operation eine Radiochemotherapie erhalten, vorzugsweise als präoperative Radiochemotherapie, oder als hypofraktionierte präoperative Radiotherapie. Fortschritte in der chirugischen Resektionstechnik, insbesondere die Entwicklung der Totalen Mesorektalen Exzision (TME) in Kombination mit modernen Techniken der Strahlentherapie sowie der Chemotherapie haben die Rate an Lokalrezidiven auf nur wenige Prozent reduziert. Rezidive treten jedoch auf, und durch die hohe Inzidenz des Rektumkarzinoms gibt es eine große Anzahl an Patienten in dieser klinischen Situation. Daher sind effektive Therapien notwendig.
Schwerionen zeichnen sich durch physikalische und biologische Eigenschaften aus. Durch ihr invertiertes Dosisprofil und die hohe lokale Dosisdeposition im so genannten Bragg peak können präzise Dosisverteilungen erzielt werden und Normalgewebe kann geschont werden. Darüber hinaus zeichnen sich Schwerionen im Vergleich zu Photonen und Protonen durch eine höhere Relative Biologische Effektivität (RBE) aus, die zwischen 2 und 5 je nach Zelllinie und Endpunkt liegt.
Japanische Daten über die Behandlung von Patienten mit Rektumkarzinom-Rezidiven die zuvor nicht mit einer Strahlentherapie behandelt worden sind, haben exzellente lokale Kontrollraten gezeigt, die denen die Schwerionentherapie einer chirurgischen Resektion überlegen waren. Daher sollte diese Konzept auch bei Patienten mit Rektumkarzinom-Rezidiven nach erfolgter Radio- und Radiochemotherapie evaluiert werden. In dieser Situation ist die Dosisapplikation mit herkömmlichen Techniken mit Photonen in der Regel limitiert. Darüber hinaus können diese Patienten von der höheren RBE der Schwerionen profitieren.
In der vorliegenden Phase I/II- PANDORA-01-Studie wird im Phase-I-Teil die empfohlene Dosis der Schwerionentherapie zur Behandlung von Lokalrezidiven des Rektumkarzinoms evaluiert, im Phase-II-Teil ist der primäre Endpunkt das progressionsfreie Überleben.
Innerhalb des Phase-I-Teils der Studie werden ansteigende Dosen von 12 x 3 Gy E bis 18 x 3 Gy E appliziert.
Der primäre Endpunkt im Phase-I-Teil ist Toxizität, der primäre Endpunkt im Phase-II- Teil ist das progressionsfreie Überleben.