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Was ist eine Schlafapnoe?

Schlafapnoe = ausgeprägte schlafbezogene Atmungsstörung

Bei der obstruktiven Schlafapnoe  (OSA)  erschlafft das Gewebe der Atemwege beim Einschlafen so stark, dass es im Strom der Atemluft schwingt. Dies bedingt Schnarchen. Bei schwereren Fällen verlegt das Gewebe die Atemwege total und der Luftfluss kommt zum Stillstand. Da der Atemantrieb bestehen bleibt (er wird durch Sauerstoffmangel im Blut noch größer), zeigen Thorax- und Abdomengurt weiter Exkursionen, der Luftfluss ist zum Stillstand gekommen. Die Sauerstoffsättigung sinkt entsprechend. Ist die Sättigung auf eine kritische Grenze abgesunken, findet eine Weckreaktion (arousal) statt. Der Patient wird wach, hyperventiliert kompensatorisch und schläft wieder ein. Erreicht er allerdings wieder ein tieferes Schlafstadium, erschlafft die Muskulatur und es kommt erneut zum Atemstillstand. Die Weckreaktion läuft für den Patienten unbewusst ab.

Der Patient berichtet am nächsten Morgen, ganz normal durchgeschlafen zu haben, obwohl 40, 50 oder noch weit mehr Arousal-Phasen durchlaufen wurden. In Wirklichkeit also kein Schlaf, sondern eine Schlafentziehungsfolter! Behandelt man ausschliesslich die Depression, so würde man die eigentliche Ursache -nämlich die Schlafapnoe- nicht erkennen. Die Medikamente zur Depressionsbehandlung würden ihren Effekt verfehlen.