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Dialysebehandlungen

Bei der Hämodialyse handelt es sich neben der Nierentransplantation um die heute gebräuchlichste Form der Nierenersatztherapie bei chronischem Nierenversagen. Auch beim akuten Nierenversagen können bestimmte Dialyseverfahren zum Einsatz kommen. In der Klinik für Innere Medizin, SP Nephrologie werden je nach Indikation folgende Verfahren angewandt:

Chronische Hämodialyse (HD)

Die chronischen Hämodialyse (kontinuierliche Nierenersatztherapie) basiert auf dem Prinzip der Osmose - dem Konzentrationsausgleich zwischen zwei verschiedenen Flüssigkeiten. Das Blut des Patienten wird im Dialysegerät durch eine halbdurchlässige Membran von der individuellen Dialyseflüssigkeit getrennt und durch ein Konzentrationsgefälle von schädlichen Stoffen und harnpflichtige Substanzen befreit.

Peritonealdialyse (PD)

Die Peritoneal- oder auch Bauchfelldialyse funktioniert im Prinzip wie die Hämodialyse, mit dem Unterschied, dass das körpereigene Bauchfell als Dialysemembran genutzt wird. Das Bauchfell kleidet den gesamten Bauchraum aus und ist relativ gut durchblutet. Über einen speziellen Katheter wird die Dialyseflüssigkeit direkt in den Bauchraum des Patienten geleitet, wo über das Bauchfell der direkte Austausch von schädlichen Stoffen aus dem Blut stattfinden kann.

Es kommen je nach Grunderkrankung des Patienten verschiedene Dialysemodi zum Einsatz: Die kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse (CAPD), die kontinuierliche zyklische Peritonealdialyse (CCPD), die intermittierende Peritonealdialyse (IPD) und die nächtliche intermittierende Peritonealdialyse (NIPD).

Plasmapherese, Plasmaseparation (PP)

Bei der Plasmapherese oder Plasmaseparation wird das zellfreie Blut des Patienten (Plasma) durch ein spezielles Plasmapheresegerät abgefiltert und durch eine Flüssigkeit mit ähnlicher Zusammensetzung ausgetauscht. Dieses Verfahren kommt vor allem bei Autoimmunerkrankungen zum Einsatz, die einen schnellen Austausch etwa von Autoantikörpern erfordern.

Immunadsorption (IA)

Die Immunadsorption ist, ähnlich wie die Hämodialyse, ein extrakorporales Reinigungsverfahren. Hierbei können schädliche Autoantikörper oder Immunkomplexe, wie sie im Rahmen von Autoimmunkrankheiten vorkommen, direkt aus dem Körper des Patienten entfernt werden. Das zellfreie Blut des Patienten (Plasma) wird dazu über einen Immunadsorber geleitet und, anders als bei der Plasmapherese, ihm danach gereinigt sofort wieder zugeführt.